Bald ist Frieden?

Was tut ein Krieger in Kriegszeiten?

Früher hatte sie sich Frieden gewünscht. Sie hatte so viele Kämpfe geführt, und so manchen gewonnen. Manch ein Feind hatte sich, ob ihrer Stärke, nicht getraut ihr unter die Augen zu treten, daher hatten sie ihre kleinen Intrigen gesponnen. -und auf die harte Weise gelernt, dass sie gegen einen Krieger, mit der Ehrlichkeit als Rüstung nichts ausrichten konnten. Diese Feinde stahlen sich heimlich wieder fort. Zogen den Schwanz ein, ohne ordentlichen Kampf. Scheuten die Wunden, die Sie hätte zufügen können.

Sie lernte Kampfgefährten kennen, dachte daran, wie sie in Friedenszeiten, gemeinsam über alte Kämpfe erzählten, und ein Stück lebende Erinnerung sein. Doch auch diese verabschiedeten sich. Ließen die Freundschaft im Sande verlaufen. Sie lernte, dass ein jeder verschwand, und sie war allein. Noch immer im Kriegsgebiet. Von irgendwo kam ein mächtiges Gebrüll.

Allein? – Nein! Sie hatte immer einen Drachen in ihrer Nähe, jetzt gerade kreiste er über dem Dorf und suchte wohl nach einem saftigen Bison. Sie lernte das MENSCHEN verschwanden. Diese kurzlebigen Wesen, die ALLEM eine Bedeutung gaben, und dennoch jedes Wort binnen einen Lidschlages vergaßen.

Und wieder kehrten ihre Gedanken zum Frieden zurück. Was sie dann wohl tun würde mit ihrem Drachen? Er könnte ihr endlich den Wasserfall zeigen, von dem er so schwärmte. Sie könnten faul auf dem Rücken liegen, und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Letzteres stellte sie sich bei ihrem Gefährten überaus amüsant woher.

Kurz kam bei ihr die Frage auf, ob sie sich wohl an Frieden gewöhnen könnte?!? Sie war ganzes Leben eine Kämpferin gewesen, würde der Frieden sie weich machen.

In ihrem Kopf ertönte eine tiefe Stimme, deren Klang sie beruhigte: „Das Kämpfen liegt dir im Blut! Frieden lässt dich nicht schwächer werden, es lässt dich Kraft schöpfen für den nächsten Sturm! Und nun komm, noch ist der Frieden nicht angekommen!“

Sie schwang sich auf seinen mächtigen Rücken. Sie hatte an einen andauernden Frieden gedacht. Dann erhoben sie sich in die Lüfte.

Beitragsbild von Pixabay.com
Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s