Mein BuJo (Bullet Journal)

Hallo ihr Lieben da draußen,

In diesem Artikel geht es darum, wie ich überhaupt zu einem Bullet Journal kam, warum ich immer noch dabei bin, was es mir bringt und euch bringen kann, und alles weitere was mir dazu einfällt. Ich werde Bilder von meinem Journal teilen, damit vielleicht der ein oder andere erkennt, das das Schöne nicht immer perfekt sein muss. Da bin ich mir ziemlich sicher, perfekt sind meine Kreationen nicht. Sie regen zum Nachdenken an, bringen zum Schmunzeln, Verdrehen einem manchmal den Kopf, aber perfekt werden und sollen sie nicht sein. Da ziehe ich euch und auch mir schon mal direkt den Zahn. Mir ist klar, dass perfect letterings viele Herzen zum Schmelzen bringen, doch wie ihr auch am Beitragsbild erkennt, das bin nicht ich. Meine Letterings kommen wirklich aus der Situation und vor allem aus der Emotion heraus. Ich versuche mir damit etwas bewusst zu machen. Dass kann ich allerdings nicht, wenn ich erst Stunden mit dem Zirkel vorzeichne, schön brav alle Linien einhalte und erstaunt bin wie mittig ich das Lettering doch platziert bekommen habe. Das ist das Gleiche, wie bei meinen Texten. Da hilft mir auch kein Vorschreiben, überlegen, den Satz drei mal löschen bis er perfekt ist.

So, das war ein kleiner Einblick. Allerdings stehen wir doch noch ganz am Anfang dieser Blog-Reise. Ich nehme euch mal ein Stück mit in die Vergangenheit. Socken an und Flasche zu Trinken eingesteckt, dann geht´s los.

Kalender habe ich nie verwendet, nun zumindest nicht als solchen. Tagebuch habe ich immer geschrieben. Eigentlich habe ich immer schon für mein Leben gern geschrieben, ja ich weiss, merkt man mir gar nicht an. – Lieb von euch.

Ich hatte damals allerdings diese Kalender von dieser weißen Maus mit den großen Ohren, die damals so total beliebt waren. Gibt es die eigentlich noch? Nun, da stand oben nur der Tag und sonst war alles frei. Keine Zeitangaben, keine To do, schon vorgeschrieben. Nur ein leeres Blatt, welches gern täglich gefüllt werden wollte. Und das tat ich auch. Da kam dann alles rein, was mir so in den Sinn kam, früher waren das schön einfache Sachen, wie zum Beispiel das Wetter. Oder mein Mittagessen. Völlig banal… [Über den Witz könnt ihr dann lachen, wenn ich zum Thema (Food-) Tracker komme] Und dann war der Kalender voll und ich habe es irgendwie in Vergessenheit geraten lassen. Ich brauchte wieder etwas um meine Tage aufzuarbeiten. Ich begann ein neues Tagebuch. Das klappte sogar einige Jahre für mich recht gut. Doch ich merkte irgendwann, dass ich vermehrt die gleichen Gedanken notierte. Es fehlte der frische Wind wie man so gern sagt. Weihnachten 2018 bekam ich dann einen Kreativ-Kalender geschenkt. Ich hatte wieder begonnen Mandalas auszumalen, und mich so zur Ruhe zu bringen. In diesem Kalender konnte ich nun viel ausmalen, und ich hatte wirklich vor ihn zu benutzen.

Ehrlich!

Die Person, die ihn mir schenkte, liegt mir sehr am Herzen, und ich hatte mich sehr darüber gefreut. Doch schon Mitte Januar wurde offensichtlich, das es nichts wird. Ich hatte zwar das Mandala des Monats ausgemalt, aber die Tage hatten zu wenig Platz. Da ich eine recht große Schrift habe, musste ich mich sehr anstrengen um in den Reihen zu bleiben. Als mir das alles bewusst wurde, wusste ich jedoch gleichzeitig, dass ich gerne wieder ein Buch hätte, in das ich sowohl meine Gedanken, als auch mögliche Termine, To do´s und eigentlich mein Leben zusammenführen möchte.

Ich hatte bis dato nie das Gefühl, dass ich sonderlich kreativ bin. Ich habe kreative Hobbies, wie LARP (Live Action Roleplay), allerdings habe ich dort solche kreativen Überflieger kennen gelernt, dass ich mich mit meinem linken Händen immer im Nachteil gesehen habe. Da hatte ich auch noch nicht akzeptiert, dass meine Kreativität, Kunst, Talent, wie ihr es auch nennen möchtet, nicht in diesem Perfekten liegt. Und bei diesem Vergleichen, was an sich schon Unsinn ist, kam ich nie gut weg.

Letztes Jahr stand ich aber an dem Punkt, an dem ich nichts zu verlieren hatte. Ich wollte etwas für mich schaffen, da war es doch egal, wie es im Vergleich zu anderen abschnitt. Zu diesem Zeitpunkt, hatte ich auch noch gar nicht überblickt was das für ein Trend war. (Worüber ich sehr froh bin, sonst hätte ich eventuell doch wieder einen Vergleich gestartet..) Ich habe mich etwas umgesehen und mir kurzer Hand ein dottiertes Buch gekauft. Und dann habe ich gekritzelt, gemalt, geheimes aufgeschrieben, und so Vieles. Es war als hätte ich einen Freund gefunden. Jemand, der meine Gefühle und Geheimnisse aufnimmt. Natürlich haben wir alle Freunde und die verstehen uns bestimmt alle auch ganz… ja, nein, wir haben zwar alle Freunde, aber seid mal ehrlich wie vielen ihr euer dunkelstes Gehimnis, eure schlimmst oder auch banalsten Ängste eingesteht. Und selbst wenn ihr so jemanden habt, wollte ihr dem nicht immer und immer wieder in den Ohren liegen. Im BuJo könnt ihr das, oder ihr könnt euch auch neu motivieren, zeigen das die Welt bunt sein kann. Ich fühlte mich auf jeden Fall wieder wie ein Kind. Alles damit war neu, und es gab keine Grenzen, keinen der sagte das dieses oder jenes nicht passte. Und da ich gerade einen neuen Job angefangen hatte, passte es auch dort. So konnte ich meine Gedanken niederschreiben, es war nur für meine Augen bestimmt. Und siehe da, meine Zeichnungen waren sogar ganz passabel. Machmal war ICH sogar etwas beeindruckt. Wisst ihr warum? Habt ihr euch mit der Psychologie dahinter schon mal beschäftigt? Ein Artikel dazu steht schon in den Startöchern.

Es ist ein befreiendes Gefühl, als ich merkte, das ich besser bin als ich denke. Das gibt mir die Motivation weiter zu machen. Ich will mich beeindrucken, ich will mir an manchen Tagen einen kleinen Brief schreiben, den auch niemand liest außer mir, der mich aber aus meinem Autopiloten raus wirft und mich zum Nachdenken oder zum Ruhen bringt. Und genau deshalb bin ich noch dabei. Auch wenn ich über mein erstes Bujo Energiedrink verschüttet habe, und es nach einem halben Monat schon ausgedient hatte. (Ich habe darüber auch schon einen Artikel über dieses Buch geschrieben, wenn ihr den lesen wollt, folgt mir hier entlang, bitte.)

„Wer weiß, wofür Manches gut ist..“

Aus dieser Erfahrung heraus wusste ich welche Kriterien mein neues Buch erfüllen sollte:

  • Hardcover (Ich nehme mein BuJo überall mit hin, also sollte es nicht knittern)
  • Lesebändchen (die mag ich einfach, und ich finde es gehört zu einem guten Buch)
  • Gummiband um das Buch geschlossen zu halten, aber auch um zu zeigen, dass dieses Buch privat ist
  • Dicke von 120g/qm haben
  • Dottiert funktioniert für mich besser als kariert blanko geht allerdings gar nicht

Ich habe mir also ein passendes Buch ausgesucht, und weiter ging es.

Ein neuer Anfang

So, das war der Anfang meiner kleinen BuJo-Geschichte. Ich hoffe ihr hattet etwas Freude und Ablenkung beim Lesen.

Eure Jeraph

Ein Kommentar zu “Mein BuJo (Bullet Journal)

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