Ein neues Jahr, und es gibt Vieles zu lernen

Hallo ihr alle da draußen,

lange habe ich mich zurückgezogen und wieder für mich selbst gelebt. Diese Phasen brauche ich scheinbar, und das ist ok. Ich lerne in dieser Zeit, was mir gerade zu schaffen macht oder was ich ändern will. Letztes Jahr war dies meine Arbeitsstelle. Mit Leuten, die so Stress stehen, dass sie sich einen rauspicken müssen, der dann nicht dazu gehören darf, das macht keinen Spaß. Trotzdem habe ich das Prinzip dahinter verstanden, und es ist völlig klar, dass ihre Wahl auf mich viel. Es gab niemand anderen, der besser in die Rolle des Außenseiters passte, und es ist mittlerweile ok für mich. Gut, ich hätte von manch einer Führungsperson, etwas mehr erwartet, aber nun ja. Ich bin da weg, und die neue Situation ist so viel besser, dass ich diese Erfahrung nun zu den anderen legen kann. Ich habe gelernt was ich lernen konnte, und habe wieder einmal gemerkt, das mir unreflektierte Menschen auf den Sack gehen. Genau so ist es, und auch wenn ich mich gerade für meine Ausdrucksweise entschuldigen wollte, so tue ich es NICHT! Einer meiner Vorhaben in diesem Jahr, WENIGER entschuldigen. Ich bin wie ich bin, und dafür brauche und werde ich mich nicht mehr entschuldigen. Wer damit nicht klar kommt, findet die Tür sicher selbst, haben ja schon genug vorgemacht. Doch ich hab mich auch dadurch nicht verändert. Warum also entschuldigen? Macht der Drache etwas, das mich stört, sagt er oft Entschuldigung, weil er meint das müsste, dann sage ich ihm gern, dass er sich nicht entschuldigen braucht, wenn es hm gut tat. (zum Beispiel einschlafen und nichts mit hochtragen, halt so simple Sachen, wo man natürlich um Entschuldigung bittet, es aber gar nicht so meint. Sowas wie ein Ablass-Brief…)

Und nun bin ich an der Reihe. Ich werde dieses Jahr auf mich aufpassen. Alte Denkmuster überarbeiten, weil ich nun wieder Kapazitäten habe. Ich kann nun auf der Arbeit so richtig frech sein, da es dort keiner persönlich nimmt. Eher gibt es einen Contest, wie man dem anderen mal alles aus dem Gesicht fallen lassen kann. Es ist herrlich, auch wenn mir auch dort noch die alte Gruppendynamik in den Knochen steckte, wurde ich schnell mitgeteilt, bei Füchsen geht es anders zu als beim Tagstern.

Bisher war es so, dass ich aufstand, und iwie nicht so richtig ankam. Ich machte keine Musik an, oder es mir sonst gemütlich. Fragt nicht warum, aber ich hatte einfach das Gefühl ich müsste mich verstecken. Bloß kein Geräusch machen, ich bleib dann mal im Schlafanzug, damit ich niemanden wecke wenn ich mir andere Klamotten habe. Nun ist gerade so eine Phase des Umdenkens. Ich arbeite nun seit ein paar Monaten Halbtags, und hatte mir davon mehr gewünscht. Es ist ja schon Vieles besser, jetzt jedoch, kommt der Teil, der mir unheimlich Spaß macht. An mir zu arbeiten und alte Denkmuster auflösen ist für mich wie Knobelaufgaben. Also gab es heute morgen, nachdem ich die VoiceMail meiner besten Freundin abhörte, einen Sprung zum WordPress. Wo ich eine alte Bekannte, wieder traf, diese ist immer meine erste Anlaufstelle, wenn ich nach WP zurückkehre. (Danke, Alice.) Sie ist schon öfter auf meinem Blog verlinkt.

Während ich hier, an meinem Schreibtisch, sitze, entspanne ich mich. Ich trinke meinen Chai-Tee und merke, dass es das ist was ich mir von meiner freien Zeit wünsche. Es ist hier unsere Wohnung, und ich merke wieder, dass ich hier geliebt bin. Es ist verrückt, dass ich glaubte das nicht zu sein. Doch ich hatte das Gefühl, an etwas Schuld zu tragen. Etwas persönlichem, dass jemanden sehr verletzte. Es ist nun genug mit Schulden. Wenn es jemanden verletzte, trug ich zwar mein Päckchen daran, doch eben nur ein Päckchen. Ich lebe, mit dem Codex, keinem anderen willentlich zu schaden, wenn es dann doch mal passiert. Pech, so hab ich vor dieser Sache gelebt. Aber weil Liebe im Spiel war, habe ich dieses gesunde Muster abgelegt und die Schuld angenommen. Nun, ist es an der Zeit, diese Schuldscheine wegzuschmeißen, sie sind verjährt und keiner kann sie mehr eintreiben.

So ähnlich verhält es sich mit einem zweiten Thema, welches ich dieses Jahr wegwerfe. Die Angst. Ich meine diese Angst, wenn ihr gar nicht wisst warum. Es läuft alles. Eigentlich könnte das Leben perfekt sein. Ihr habt eine echt liebevolle Beziehung, der Job läuft, und Essen bzw. ein Dach über dem Kopf habt ihr auch. Trotzdem seid ihr verkrampft, und schaut euch ständig um. Dieses Gefühl will ich angehen. Es ist ja keine rational, sinnvolle Angst. Sie macht die gute Phase, die gerade ist kaputt. Und es ist wichtig für mich, mich nun zu entspannen, denn mein drittes Thema sind dieses Jahr meine Zähne. Da ich eigentlich riesiger Zahnarzt-Phobiker bin, ist das für mich eine große Sache. Die schlimmsten Sachen habe ich allerdings, so denke ich, hinter mir. Daher gehe ich nun den letzten Rest noch an. Doch dafür will ich die oben genannten Themen angehen, damit die Kraft nutzbar wird. Ich bin zufrieden mit meinen Vorhaben für dieses Jahr.

Mal sehen, wie viel ich hier dieses Jahr wieder fabriziere. Erst mal gehe ich noch nicht von einem Rhythmus aus, doch wer weiß. Dieses Jahr hat gerade erst angefangen, und persönlich, sehe ich echt viel Potenzial darin.

Ich wünsche euch da draußen ein ebenso interessantes, spannendes, erfahrungsreiches Jahr!

Alles Gute euch und bleibt gesund.

Eure Jeraph

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