Wenn der andere zu Fuß läuft..

Immer wieder habe ich an meinen Blog gedacht. Gewusst, dass ich etwas schreiben wollte. Doch ich fühlte mich völlig eingenommen von der Arbeit. Ich habe nun das erste Jahr eine Vollzeitstelle gehabt. Und ja, es nimmt den absolut größten Teil des Tages ein. Meines Tages. Trotzdem soll mein Leben aus weiteren Teilen bestehen. Das tut es auch. Da ist der Abend, der meinem Drachen und mir gehört.

Darüber soll es in meinem Blog aber nicht gehen.. Und über die Arbeit auch nicht. Also mache ich hier eine kleine Pause. Ich wollte feste Tage einbauen, doch momentan habe ich keine Worte hier. Ich weiss nicht recht warum. Und gerade als sich Bedauern melden will, denke ich an den Beutrag, den ich vorhin las, dass man sich in Geduld üben soll. Und genau das, ist auch gerade mein Problem. Geduld ist etwas, dass mir gerade extrem fehlt. Etwas, dass ich unbedingt für mein Leben brauche. Aber sie scheint eine Haltestelle eher ausgestiegen zu sein und läuft den Rest des Weges zu Fuß.

.. Und ich? Ich kann nur warten. Ich sehe die Straße entlang, von der aus ich sie erwarte. Später wenn sie dann viel zu spät eintrudelt. Das Essen wird sicher wieder kalt sein. Wird sie mich völlig naiv und unschuldig fragen was ich so gemacht habe. Bis dahin werde ich sie angeschwiegen und mit Blicken getötet haben.

Und gerade wenn ich der Geduld die Meinung geigen will, ihr die schlimmsten Verwünschungen an den Kopf werfen will, wird sie mir sanft eine Hand auf die Schulter legen und süffisant wispern: „Na, immer noch nichts gelernt?“ aber sie ist die Geduld, und weil sie wieder da ist beruhige ich mich einfach wieder.

Ja, genauso wird es laufen..

Liebe Grüße

Eure Jeraph

Schrullen, jeder hat doch welche!

Ha! Das ist Teamwork. In unserer Beziehung gleichen wir die Schrullen des anderen gekonnt aus OHNE dem andern das Gefühl zu geben etwas nicht zu können. Es ist in Ordnung, deshalb sind wir eben doch ein Team.

Gestern kam wieder mal eine meiner vielen, und zum Teil verheerenden Schrullen zum Vorschein.

Ein ganz normaler Satz: „Cool, das deine erste Woche arbeiten, eine kurze ist.“ Eine Überraschung für mich. Ums Verrecken, kann ich mir keine Feiertage merken. Sie sind so doof, schon in der Schule war es mir zu umständlich, mir die Daten der Ferien zu merken. Irgendwann kamen Klausuren, die damals noch Arbeiten hießen, und danach wurden meine Mitschüler hibbelig und da dämmerte es mir, bald sind Ferien.

Heute muss ich besser aufpassen, hibbelig werden aber auch die Erwachsenen, aber leiser.

Na, gestern fand mein Drache das auch immens lustig, bis er die Konsequenz verstand. Ich kaufe ein, wenn ich Mittwoch nicht erinnert werde, gibt es Donnerstag kein Drachenfutter. Das hatte er nicht bedacht. Also werde ich auch am Mittwoch erneut erinnert😉.

Das Leben, unser Leben ist eben Teamwork. Und ich bin dir echt dankbar, dass wir so aufeinander achten!

In diesem Sinne einen schönen Sonntag

Eure

Jeraph

Kurz vorm Burn out, meine Erfahrungen

Meine Lieben, auch ich stand auch schon an der Kreuzung „Burn out oder wieder Leben“. Es ist nicht schön, das mit 31 schon sagen zu können, allerdings scheine ich da nicht allein zu sein. Ein schwacher Trost.

Gerade sehe ich, wie jemand in die gleichen Fallen tappt. Und da ich zu dieser Person momentan keinen Zugang habe, möchte ich meine Gedanken dazu hier verarbeiten, denn darüber nachdenken tu ich ja trotzdem.

Ich höre immer wieder, dass dieser Mensch ein unstillbares Bedürfnis nach „Ruhe“ hat. Das Gefühl kenne ich noch sehr gut. Alles hat mich damals aufgeregt und als HSP wollte ich erst recht keinen neuen Input mehr. Also die Stärke des Bedürfnisses lässt kaum eine Beschreibung zu. Es ist allgegenwärtig. Irgendwann habe ich allerdings bemerkt, dass ich nach einer gewissen Ruhephase, so oft es möglich war, immer noch kaputt war. Mein Speicher immer noch voll war. „Ruhe“ in dem Sinne brachte mir gar nichts. Das Gegenteil war der Fall. Ich wurde noch luriger. Bis selbst duschen anstrengend war. Natürlich verwahrloste ich nicht. Aber innerlich war es ein Kampf das zu tun. Es kostete noch mehr Energie. Und gab nur noch sehr wenig davon zurück. Ich bin jemand, der gerne Listen erstellt. Also erstellte ich in meinem Kopf eine Liste von Dingen, die mir früher Energie gaben, und zwar mehr als sie kosten. Und dann begann ich meinen Verstand zu diesen Tätigkeiten zu überreden. Wie mit einem kleinen Kind, erklärte ich in meinen Zwiegesgesprächen, das es mir Kraft geben wird, mit einer positiven Bilanz. Ich weiss es klingt verrückt, aber so bin ich nun mal, ich muss diese Sachen für mich ausformulieren. Ich will damit nicht sagen, führt Selbstgespräche. Aber Leben bedeutet Energie in etwas reinstecken, abgeben what ever, und dann auch welche zurückbekommen. Ruhe, will man zwar, das denkt man. Aber man möchte doch eigentlich leben, und Dinge ERleben, behaupte ich mal. Die Ruhe des kompletten Zurückziehens konnte, mir zumindest, nicht helfen. Nachdem ich meine Liste fertig hatte, kam eine weitere Spalte hinzu, die Zeit. So konnte ich mich oft selbst überzeugen etwas zu tun. Dies schlug sich auch in meiner Sprache nieder, das passiert bei mir oft, sodass ich stark auf meine Worte achte. Sätze wie „ich mach mal KURZ..“ oder „bin nur mal eben“, „ganz schnell“ auch mein Drache stellte die Weichen dafür mit: „das Essen machen geht ganz schnell“ und „wir brauchen da gar nicht viel machen“ Diese Situation habe ich glaube ich in einem Beitrag erwähnt. Das wurde mir dann im nächsten Schritt bewusst. Da stand ich aber immerhin schon an der Tür mir dem Schild „Leben“ und hatte sie geöffnet. Angekommen war ich noch nicht wieder, es musste noch immer alles schnell gehen, denn die Erschöpfung könnte ja wieder kommen. Eine gewisse Zeit eine große Angst von mir. Ich musste darauf gefasst sein, daher waren geplante Treffen o. Ä. nicht so ganz einfach. Aber jetzt hatte ich schon mal wieder Tätigkeiten, die mir Spaß machten, auch ein ganz wichtiger Punkt. Ich hatte Freude, und auch wenn ich dann noch Ruhe brauchte, war es wieder in Ordnung für mich. Ich schalt mich nicht mehr, dass ich schon wieder im Bett war sondern ich gab mir dann auch die Ruhe selbst. Ich wusste, mein Drache ist versorgt und selbstständig und ich DARF mich ausruhen, denn ich wollte dann auch ausgeruht sein. Der nächste Punkt. Ich blieb bei der Sache. Wenn ich mich ausruhte, dann wurde ich ruhig. Wenn ich spülte, tat ich genau das, sah mir das Geschirr an, es kam die Erinnerung, wie wir es kauften.. Ich fand meine Ruhe in diesen alltäglichen Tätigkeiten. Ich nahm mir auch wieder die Zeit, in Ruhe zu spülen, die Wäsche zu machen. Und das war die Ruhe, die ich brauchte. In Ruhe, also in mir ruhend, meine Aufgaben machen. Nicht funktionieren sondern leben. Meinen Tag planen, ein bisschen abgeben und dann gemeinsam den Rest des Tages genießen.

Natürlich war mir mein Drache eine gewisse (und wichtige Hilfe), den Anfang den Knäuls konnte ich aber nur selbst finden. Ich konnte dann an ihm erkennen was uns beiden Spaß machte, oder was er mir abnehmen konnte. Und das tat mir auch gut. Ab einem gewissen Punkt war ich nicht mehr allein. Ich kehrte wieder in unser gemeinsames Leben zurück.

Heute gehts mir wieder richtig gut. Ich brauche nicht mehr so viel Ruhe. Ich brauche sie schneller als andere aber das hat andere Gründe als einen burn out. Es war eine wichtige Erfahrung für mich. Ich habe mich sehr gut kennen gelernt. Mittlerweile weiss ich wo meine Grenzen sind, die kommuniziere ich auch, aber weil ich mich akzeptiert habe, kann ich auch das in Ruhe tun. Ohne schlechtes Gewissen.

So, das war jetzt ziemlich viel Text. Wer bis hierhin durchgehalten hat: Wow 😉. Vielleicht konnte ich beim Verstehen, dieses Problems helfen. Dies war eine meiner Facetten es gibt aber kein Patentrezept dagegen. Aber wichtig ist es, dran zu bleiben. Es ist möglich aus dieser Situation zu lernen, und gestärkt daraus hervorzugehen. Ich wünsche allen in dieser Situation ganz viel Kraft und den Mut ihren Weg zu finden.

Liebe Grüße

Eure Jeraph

Die Kuh

Hier eine Erinnerung für Alice Blogparade. Es ist eine recht frische Erinnerung mit aktuellem Anlaß.

Ich sagte dir, ich habe kein Erfahrung mit langen Freundschaften. Irgendwann verlassen sie mich doch. Nur mein Drache hat für mich Bestand. Aber du wiegtest mich in Sicherheit. Meintest du wärst meine beste Freundin. Wir beschützen einander. Wir würden uns nicht verlieren. Doch dann kam die Ausbildung. Plötzlich hattest du keine Zeit mehr. Hast dann ein paar Monate später meinen Geburtstag vergessen.

Zu Weihnachten hab es einen abghalftern Spruch. Und das Gleiche zu Weihnachten.

Ich fühle mich belogen, als wir uns treffen wollten. Aber du hattest Fieber. Nein diese Woche würdest du nicht mal zur Arbeit gehen. Warum solltest du auch wenn du doch Urlaub hattest?!? Und einen Tag später entdecktest du Schimmel in deiner Wohnung. Ich schloss irgendwann mit dieser Freundschaft ab. Irgendwo zwischen dem beschriebenen und dem 5 Monaten in denen du dich nicht meldetest.

Jetzt schreibst du mir ob alles nach Plan liefe. Nach etwas spezifischen in meinem Leben kannst du ja nicht fragen. Hat dich ja nicht mehr dafür interessiert. Dann der Satz: „ich vermisse dich“ und warum jetzt auf einmal? Nur weil deine Beziehung ein Ende fand. Nur weil ich dich trösten könnte.

Doch ich ging weiter. Heute bin ich mir dafür zu viel wert. Ich bin von dir enttäuscht. Und es ärgert mich, dass es mich so beschäftigt. Es kommen Gedanken wie: „ich habe gleich gesagt!“ und „bin ich nicht gut genug? Bin ich zu streng?“ ich weiß das ich gut genug bin. Ich weiß, dass ich auch Freunde habe die sich selten melden, oder auch ich mich bei ihnen. Doch das ist im wenn wir schreiben gehen wir gut mit einander um. Daher nein! Ich bin auch nicht zu streng. Wie sagte eine andere Freundin?

„du bist nur eine blöde Kuh!“ Und nun gebe ich ihr recht und schließe damit ab!

Gedanken-Buch zerstört, dann auf ein Neues!

Ich habe hier schon öfter erwähnt, dass mein Gedanken Buch oder neuerdings mein Bullet Journal mir sehr viel bedeuten. Nun heute, gerade ein paar Tage nachdem ich endlich mit dem Buch zufrieden war, ergießt sich eine Getränkedose über denselben… Alles futsch..

Erst mal war ich sehr traurig. Aber und das bemerkte ich gerade, nicht so hart verzweifelt. Nicht diese bodenlose Traurigkeit. Klar, viel Arbeit steckt darin. Und ich wollte so manches mal noch darein schauen. Allerdings habe ich mir vorgenommen mir das buddhistische Prinzip des Loslassens anzueignen. So hatte ich mir vorgenommen, das es iwann einfach in den Müll kommt. Es hatte seine Zeit und diese ist vorbei. Doch ich dachte ich hätte noch Zeit.

Tja, wie oft denken wir das?.. Da kam sich jeder seine eigenen Gedanken zu machen. Ich brauche nicht daran zu appellieren, dass ihr eure Zeit nutzen sollt. Das wisst ihr selbst.

Nö, hier geht’s gerade darum, dass etwas kaputt gegangen ist. Etwas das mir wichtig war, dass mir Sicherheit gegeben hat. Aber auch darum etwas gehen lassen zu können. Darum es anzunehmen, es ist wie es ist. Es ist nicht schlimm, traurig noch schön oder erfreulich. Es ist einfach so. Meine Reaktion macht daraus was es ist. Meine Gedanken erschaffen meine Realität. Und ich habe gerade heute morgen einen Beitrag über Neutralität gelesen. Ja, ich bin dieser Situation jetzt mal neutral gegenüber. Dieser Tag war anstrengend und DAS hätte das i-Tüpfelchen in KÖNNEN. Wird es jedoch nicht, denn ich entscheide mich dagegen.

Nun muss ich mich nur noch gegen die, sich androhende, Migräne entscheiden 😉

Ich wünsche euch einen schönen Abend

Eure

Jeraph

Ein kurzer Gedanke und dann geht es ja immer erst los…

Guten Morgen,

Es huscht gerade ein Gedanke durch meinen Kopf. Seit gestern hab ich ein neues Handy, ein neues Spielzeug mit einer spitzen Kamera 😍, das heißt für mich zum einen ich kann nun schöne Fotos für meinen Blog zaubern. Zum anderen steht auch die Entscheidung an welche Teile meines „alten“ Lebens sollen übertragen werden.

Die Problematik mit der Übertragung der Nummern, Nachrichten und allem kleinen Zipp und Zapp ist eigentlich schon lange kein echtes Problem mehr. Ich entspringe der Generation, die bei einem Wechsel des Handys noch jede Nummer einzeln neu eintippen musste. Wenn diese denn vorher irgendwo möglichst leserlich aufgeschrieben worden waren. Bilder mussten irgendwie „gerettet“ werden. Alles passé!

Früher bin ich mein Nummernbuch durchgegangen, welche ich wohl noch am wahrscheinlichsten kontaktieren würde. Im Verlauf der Jahre ist diese Liste kürzer geworden. Heute muss ich das nicht mehr tun. Und doch denkt mein Kopf weiter. Wofür brauchst du das Handy überhaupt. Nachdem deine letzte „beste Freundin“ sich auch nicht mehr meldet? Wen willst du kontaktieren. Und wie es so ist fallen mir als erstes die Leute ein, die mich zu letzt verletzt haben. Gut, auf der anderen Seite der Wippe sitzen auch nicht so viele Leute. Und dann geht die Fragerei wieder los, hast du genug Leute um dich, bist du allein? Fühlst du dich geliebt? Ihr kennt das wenn euer Kopf so los geht oder?

Nun ihr seid gerade live dabei wie mein Kopf es versucht. Doch ich merke gerade was da passiert. Und das ist der Knackpunkt, wenn ihr euch bewusst werdet, dass es nur Gedanken sind, habt ihr die Chance auszubrechen.

Ihr habt gerade eine meiner weiteren Taktiken erlebt, wie ich aus der Angst raus kam. Ich habe in meinen krassesten Zeiten 10 Seiten täglich geschrieben. Immer wenn diese Gedanken Fragen kamen. Ich habe geschrieben wie eine Wahnsinnige um gesund zu bleiben.. Ich habe gefühlt unendliche innere Dialoge verfasst. War mir eben mein bester Freund. Bei mir war es immer ein schlichtes schwarzes Buch mit blanko Seiten, genug Platz um jede noch so starke Emotion aufzunehmen. (Stichwort HSP)

Irgendwann kam die Zeit in der ich nur noch schrieb. Und danach merkte ich, ich wollte wieder leben. Ich hatte viele Sachen in mir verarbeitet. Aber ich habe das nicht gänzlich aufgegeben. Warum auch? Es hat mich geerdet. Heute führe ich ein bullet journal. Ich habe die Disziplin erlangt so etwas langfristig zu führen. Und es ist schön den Tag zusammenzufassen und den nächsten zu planen. 😉

Und am Ende weiß ich eben doch genau wofür ich dieses Spielzeug haben wollte. Um euch hier etwas zu hinterlassen. Und abends dann eure Blogeinträge zu lesen. Genau darauf freue ich mich jetzt.

Bis bald ihr Lieben.

Eure Jeraph

Zukunft oder Vergangenheit?

Hallo ihr Lieben, wieder einmal wurde mir in einem Kommi eine Frage gestellt. eigentlich sogar zwei. Da ich allerdings nie so genau weiss, wie lang meine Antworten werden, gibt es wieder hier die Antwort. Viel Spaß beim Lesen! 😉


1. So wie du schreibst hört es sich so an, als dein gedankliches Problem sich hauptsächlich auf die Zukunft bezog, also was passieren könnte. Bei mir kreisen die negativen Gedanken Hauptsächlich um die Vergangenheit. Hauptsächlich um die Angst wie andere empfunden habe was ich getan oder gesagt habe. Hattest du in die Richtung auch Probleme oder ging es bei dir hauptsächlich um die Zukunft?

Hm, also wenn ich darüber nachdenke, hat sich dieses Merkmal verändert, im Laufe der Entwicklung. Anfangs hatte ich starke Probleme, mit den Dingen, die ich zu Leuten gesagt habe. Immer wieder liefen die Gespräche ab, ich habe Chatlogs noch und nöcher gelesen. Und bin sämtliche Möglichkeiten durchgegangen, wie ich diese Situation besser hätte lösen können. Wie ich dem anderen weniger Schmerzen hätte zufügen können, und trotzdem der Ehrlichkeit ihren Tribut zollen hätte können. Das ging eine ziemlich lange Zeit so, und es brachte mich dazu viel weniger zu sprechen. Ich schwieg lieber als anderen weh zu tun. Ich hatte keine Ahnung welche Auswirkungen meine Worte wieder mal bringen würden. Wie man in meinen Texten vielleicht bemerkt, trage ich gern zur Heilung bei, wenn man mir dann sagt ich sei pures Gift, ist das gelinde gesagt ein Albtraum. Ich fühlte mich zerbrochen und hatte einfach Angst.

Aber im Laufe der Entwicklung, begann ich zu verstehen, dass ich an Vergangenem nichts ändern konnte. Es war nun mal so gelaufen, ich bin jedoch nicht im Stande die Zeit zurückzuspulen. Was ich tun konnte war, mir die Situation einmal noch mal anzusehen und zu entscheiden, ob ich mich nach meinem Gewissen bestmöglich entschieden habe. Wenn nicht, dann brauchte ich mich nicht mehr fertig zu machen, denn ich hätte beim nächsten Mal die Möglichkeit mich besser zu entscheiden. Aber Geschehenes war nun mal geschehen.

Natürlich gibt es auch die Situationen, die vielleicht niemals wieder kommen, weil Freundschaften zerbrochen sind. Gesagtes nicht zurückgenommen wird oder werden kann. Tja, natürlich gibt es die. Und auch denen habe ich noch mal ins Auge geblickt. Und ich habe erkannt das nun mal solche Dinge immer zwei Menschen brauchen. Dass ich Alles gegeben habe, und wenn das nicht reicht, liegt es eben nicht nur an mir.

Kurz um: ich denke ich habe meinen Frieden mit der Vergangenheit gemacht. Ich habe natürlich Fehler gemacht, klar. Aber ich darf jeden Fehler machen, ich sollte nur möglichst viel aus ihm lernen. 😉 Dann bin ich zufrieden mit mit.

Die Angst vor der Zukunft, war auch eher die Angst vor der Handlung, denke ich. Ich hatte gerade gelernt, das ich Auswirkungen auf andere hatte. Ich war vorher sehr still gewesen, und dachte wenn ich den Raum verließe, hätte man mich schon vergessen. Versteht diese Stelle nicht falsch, ich fand das gar nicht schlimm. Eigentlich habe ich mich so sehr wohl gefühlt. Doch jeder ist nun mal mit der Welt verbunden, und so hinterlassen wir alle Fußabdrücke auf ihr, so leise wir auch treten mögen.

Das war erst mal die erste Frage.

Liebe Grüße

Eure Jeraph