Was treibt mich an?

Ein wichtiges Mottos ist: So lange ich niemandem, absichtlich schade, darf ich tun was immer ich will. Das ist meine Grenze. Schaden anrichten kann man als HSP sehr schnell, und manchmal sehr viel schmerzhafter, als andere es bei mir vermögen, auch wenn ich es als stärker wahrnehme. Denn ich richte Schaden mit der Wahrheit an. Damit können heute nicht mehr Viele umgehen. Ich bemühe mich dies allerdings nur einzusetzen um andere wach zurütteln und eben nicht um ihnen Schmerz zuzufügen.

Meine Motivation, ist es anderen zu helfen. Jedoch mit wachem Auge auf meine Wenigkeit. Ich lernte, dass ich mich als allererstes schützen muss. Das bedeutet aber nicht, raffgierig alle Zeit für mich zu beanspruchen, nur noch auf meine Bedürfnisse zu achten und ein Egoist zu werden. Auch das musste ich erst lernen, was heisst dieser Spruch: „Wenn du an dich denkst, ist das nicht egoitisch sondern notwendig?“ Dieser Prozess hat 3 Jahre gedauert. Harte Jahre, in denen ich große Selbstzweifel hatte. Doch, ich war am Ende meiner Kraft. Und für einen Burnout bin ich schlicht zu stolz. Das rate ich nicht jedem, aber für mich und meine Entwicklung war es enorm wichtig und ich bin daran gewachsen, obwohl ich manches mal „keinen Bock“ mehr hatte. Hach, Vergangenheits-Ich und wie weit wir doch gekommen sind.

Ich habe begonnen, alte Gewohnheiten wieder aufzunehmen, weil sie mir früher gut taten. Abends trinke ich wieder ultra gern meinen Kakao. Es sind so viele Kleinigkeiten, die mir meine Kraft zurück geben. Allerdings war ich erst einmal schwierig diese Kraft dafür aufzuwenden.

Ein simples Beispiel. Duschen. Man kann schnell unter die Dusche springen, damit die Haare morgen wieder ordentlich sind. Man kann allerdings auch den Bluetooth Lautsprecher anmachen, das tollste Duschgel nehmen, sich die Zeit nehmen, das Lied aus dem Lautsprecher zu genießen, oder lauthals mit zu singen (ad libitum) und es zu feiern jetzt duschen zu können und gleich gut zu duften, zu spüren wie die Haare trocknen und dann kuschelig weich werden.

Natürlich, dass wird jedem klar sein, braucht der zweite Weg mehr Zeit, und mehr Kraft. Ich musste mich nun davon überzeugen, das es diese Kraft wert ist. Das es mir Lebensfreude und -qualität gibt das zu tun. Das ich es wert bin mir diese Zeit zu nehmen. Ich hatte Zwiegespräche mit mir und habe mich an manchen Tagen wirklich überredet. Und es brachte mir viel!

Und so ging es mir mit manchem. Auch mein Sprachgebrauch hat sich wieder geändert. Oder ändert sich weiterhin. Momentan schmeiße ich Floskeln wie: Ich mach das [Floskel] „bloß“, „kurz“, „schnell“ Ich brauche mich nicht hetzen. Ich brauche auch nicht betonen, das meine jetzige Aufgabe sehr schnell geht, und ich gleich wieder für alle da bin. Warum? Es braucht alles nun ml genau die Zeit die es braucht! Fertig! Ohne Wertung. Ja, daran arbeite ich gerade. Es sind meist ganz kleine Dinge, die zu ändern große Veränderung bringen. Das Kleine muss nur jeder selbst bei sich finden, ich habe das Glück eine sehr reflektierte Person zu sein. Und das nicht erst seit es diesen Hype um Genuss, sich selbst gut tun, Mandalas und Meditation gibt, sondern schon sehr lange. Über Mandalas, Meditation und meine weiteren Wege, schreibe ich im nächsten Bericht 😉

Liebe Grüße

Eure Jeraph

4 Kommentare zu „Was treibt mich an?

  1. Das hast du so wunderschön formuliert. Ich liebe es, wie du mit Worten umgehst.
    Und zwar meine ich nicht nur, dass du sie auch in deinem alltäglichen Sprachgebrauch reflektierst (was heutzutage leider viel zu wenige tun), sondern vor allem wie schön du aufgeschrieben hast, was dich antreibt. Ich bin ja gespannt, was hier noch so alles kommt!
    Schön, dich entdeckt zu haben ❤
    Liebe Grüße
    Janne von LYREBIRD

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    1. So, habe mich dann doch noch zurück gezogen, um auf deinen so lieben Kommentar zu antworten!

      Es tut mir total gut, zu lesen, dass meine Worte richtig ankommen. Ich habe leider oft das Problem, dass Erfahrung im jungen Alter, als arrogant angesehen wird.

      Oder die andere Seite, ich als kitschig gelte, weil ich mich über Kleinigkeiten unheimlich freuen und die Welt vergessen kann. 😇

      Ich freue mich auch sehr, dass du meinen Blog im Auge behälst. Eigentlich habe ich vorhin auch zwei Bilder für einen neuen Beitrag gemacht, doch mehr als diese Antwort bringe ich heute nicht mehr zu stande. Der kommt dann morgen.

      Heute wünsche ich Dir einfach noch einen schönen Abend.
      Gute Nacht😴

      Liebe Grüße
      Jeraph

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      1. Ach das kenne ich nur zu gut. Mir wird immer wieder gesagt, dass ich für mein Alter so erwachsen wirke und schon so viel gemacht und erlebt habe. Für mich bedingt das eine das andere. Gleichzeitig wird belächelt, dass ich nicht viel brauche, um aus ganzem Herzen glücklich zu sein. Die Kleinigkeiten sind es für mich.

        Egal was andere sagen: Ich finde es schön, dass ich genauer hinsehe, hinterfrage und mit einem größeren Blickwinkel die Welt betrachte. Und es ist noch schöner, dass wir da wohl sehr ähnlich ticken 😉

        Liebe Grüße
        Janne

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      2. Behalte dir diese Fähigkeit unbedingt bei! Sie wird dir in schweren Zeiten helfen, und die anderen sagen das, mEn, weil sie es nicht können und daher nicht verstehen. Das ist schade für sie, für uns ist es ein Glück das zu können😘

        Und ja, wir scheinen ähnlich zu ticken. Deshalb bin ich WP so froh. Macht hier echt Spaß!

        Danke😉, und es macht mir Hoffnung, doch nicht so ein Einzelfall zu sein

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