Früher zu heute

Ich schrieb gerade eine Nachricht. Mit nur einem Wort. Die Antwort lässt mich traurig zurück. Die Nachrucht war *knuddl*. Keine lange Textnachricht, keine Forderung sich endlich zu melden. Keine Erwartungshaltung für eine „gute“ Freundschaft, was auch immer das sein mag. Einfach nur ein kurzes Zeichen, dass ich dich mag, ich an dich denke…

Die Antwort war, das Abspulen, des Terminkalenders, und zu bekunden, das man zwar traurig sei, aber dennoch null Zeit hat. Hättest du die gleiche Anzahl von Zeichen genutzt um mir zu Antworten und einfach auch zu schreiben, das du mich gern hast, hätte ich mich gefreut, und du dich vielleicht auch…

Doch, das hast du nicht. Du hast lieber deine Gedanken gehetzt und warst schon weg noch bevor meine Antwort ankam. Schade. Ich werde dir diese Zeilen nie schicken, auch wenn du von diesem Blog weisst. Denn du hast zu viel Stress, ich würde dich damit nur weiter belasten. Trotzdem tut es mir leid, meine Freundin so zu lesen.

Ich wünsche dir, dass es dir gut geht. Trotz deines vollen Kalenders.

Liebe Grüße

Eine alte Freundin.

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Eine Reihe der Erinnerungen..

Es ist Zeit für eine kleine Erinnerungsreihe. Für Alice Blogparade:

Das Thema, das ich bearbeiten möchte, ist die Beziehung zu meinem Onkel, dem Bruder meiner Mutter.

Als Kind war er mein großer Bruder. Als ich klein war zum Beispiel. Ist er mit mir in einem durch die Galaxie geflogen. In einem X-Wings gebaut aus seinem Bett, einem darüber gehängten Korbsessel und einem, toll gezeichnetem Kokpit. Es war herrlich mit ihm Abenteuer zu erleben und dabei vielem einfach zu entfliehen.

An anderen Tagen malte er mir eine Schatzkarte und versteckte Dinge in der Wohnung meiner Großeltern, die ich dann suchte.

Ja, er war mal mein großer Bruder. Ich habe viele schöne Erinnerungen, alte Erinnerungen. Denn der Tod macht etwas aus einem Menschen. Und das kann manchmal sehr hässlich und traurig sein. Aber diese Erinnerung behalte ich.

Eure Jeraph

Die Kuh

Hier eine Erinnerung für Alice Blogparade. Es ist eine recht frische Erinnerung mit aktuellem Anlaß.

Ich sagte dir, ich habe kein Erfahrung mit langen Freundschaften. Irgendwann verlassen sie mich doch. Nur mein Drache hat für mich Bestand. Aber du wiegtest mich in Sicherheit. Meintest du wärst meine beste Freundin. Wir beschützen einander. Wir würden uns nicht verlieren. Doch dann kam die Ausbildung. Plötzlich hattest du keine Zeit mehr. Hast dann ein paar Monate später meinen Geburtstag vergessen.

Zu Weihnachten hab es einen abghalftern Spruch. Und das Gleiche zu Weihnachten.

Ich fühle mich belogen, als wir uns treffen wollten. Aber du hattest Fieber. Nein diese Woche würdest du nicht mal zur Arbeit gehen. Warum solltest du auch wenn du doch Urlaub hattest?!? Und einen Tag später entdecktest du Schimmel in deiner Wohnung. Ich schloss irgendwann mit dieser Freundschaft ab. Irgendwo zwischen dem beschriebenen und dem 5 Monaten in denen du dich nicht meldetest.

Jetzt schreibst du mir ob alles nach Plan liefe. Nach etwas spezifischen in meinem Leben kannst du ja nicht fragen. Hat dich ja nicht mehr dafür interessiert. Dann der Satz: „ich vermisse dich“ und warum jetzt auf einmal? Nur weil deine Beziehung ein Ende fand. Nur weil ich dich trösten könnte.

Doch ich ging weiter. Heute bin ich mir dafür zu viel wert. Ich bin von dir enttäuscht. Und es ärgert mich, dass es mich so beschäftigt. Es kommen Gedanken wie: „ich habe gleich gesagt!“ und „bin ich nicht gut genug? Bin ich zu streng?“ ich weiß das ich gut genug bin. Ich weiß, dass ich auch Freunde habe die sich selten melden, oder auch ich mich bei ihnen. Doch das ist im wenn wir schreiben gehen wir gut mit einander um. Daher nein! Ich bin auch nicht zu streng. Wie sagte eine andere Freundin?

„du bist nur eine blöde Kuh!“ Und nun gebe ich ihr recht und schließe damit ab!

Gedanken-Buch zerstört, dann auf ein Neues!

Ich habe hier schon öfter erwähnt, dass mein Gedanken Buch oder neuerdings mein Bullet Journal mir sehr viel bedeuten. Nun heute, gerade ein paar Tage nachdem ich endlich mit dem Buch zufrieden war, ergießt sich eine Getränkedose über denselben… Alles futsch..

Erst mal war ich sehr traurig. Aber und das bemerkte ich gerade, nicht so hart verzweifelt. Nicht diese bodenlose Traurigkeit. Klar, viel Arbeit steckt darin. Und ich wollte so manches mal noch darein schauen. Allerdings habe ich mir vorgenommen mir das buddhistische Prinzip des Loslassens anzueignen. So hatte ich mir vorgenommen, das es iwann einfach in den Müll kommt. Es hatte seine Zeit und diese ist vorbei. Doch ich dachte ich hätte noch Zeit.

Tja, wie oft denken wir das?.. Da kam sich jeder seine eigenen Gedanken zu machen. Ich brauche nicht daran zu appellieren, dass ihr eure Zeit nutzen sollt. Das wisst ihr selbst.

Nö, hier geht’s gerade darum, dass etwas kaputt gegangen ist. Etwas das mir wichtig war, dass mir Sicherheit gegeben hat. Aber auch darum etwas gehen lassen zu können. Darum es anzunehmen, es ist wie es ist. Es ist nicht schlimm, traurig noch schön oder erfreulich. Es ist einfach so. Meine Reaktion macht daraus was es ist. Meine Gedanken erschaffen meine Realität. Und ich habe gerade heute morgen einen Beitrag über Neutralität gelesen. Ja, ich bin dieser Situation jetzt mal neutral gegenüber. Dieser Tag war anstrengend und DAS hätte das i-Tüpfelchen in KÖNNEN. Wird es jedoch nicht, denn ich entscheide mich dagegen.

Nun muss ich mich nur noch gegen die, sich androhende, Migräne entscheiden 😉

Ich wünsche euch einen schönen Abend

Eure

Jeraph