4/30 Ein warmer, wilder Tag

Was für ein Tag! In der Apotheke war unglaublich viel Betrieb. Klar, habt ihr doch alle mitbekommen, dass es nach dem Feiertag keine Medis mehr gibt, richtig? Ja, stürmt die Läden und natürlich auch die Apotheken. Ich finde Mittwochs immer schwierig, da wir nur bis 13.00 geöffnet haben und die 5 Stunden wie im Flug vergehen. Aber Heute? Unbeschreiblich!

Einiges musste heute geklärt werden. Viel Trubel, aber mit einem netten Team trotzdem zu schaffen.

Im Rüblick habe ich alles in Ruhe gemacht, und das macht mich stolz. Selbst als mein Kuchen, (ihr müsst euch vorstellen, es war mein einziges Futter und ich steh mega auf Süßkram. An zwei Dinge, dürft ihr euch bei mir nicht gefahrlos ranwagen: Trinken und Süßes! Den Drachen brauchen wir hier sicher nicht erwähnen 😇) versehentlich einfach aufgegessen wurde, blieb ich, für meine Verhältnisse sehr gelassen. Oder geschockt, wer weiss.

Dann nach Feierabend noch zur Post und wie in einem anderen Beitrag erwähnt, für morgen einkaufen.

Dabei muss ich mal erwähnen, das ich Schlangen an der Kasse tatsächlich mag. Der Bacon eines Kunden vor mir, erinnerte mich, dass ich den Schinken für die Melone vergessen hatte. Als ich wiederkam schmunzelte der Kunde, und schon ergab sich ein witziges Gespräch, das die Kundin zwischen uns nicht unberührt ließ. Ich finde immer, wir stehen da doch eh (gemeinsam) rum. Und:

„Ein Fremder, ist ein Freund, den du nur noch nicht kennst!“ (irisches Sprichwort)

Also kann man doch freundlich miteinander reden, wenn sich gerade etwas ergibt. Und gefühlt, passiert sehr oft etwas. Vermutlich ist das nicht jedermanns Sache, aber ich finde es schön und es zeigt mir, dass wir alles Menschen sind. Es sind die gleichen Dinge die uns bewegen. 😉

Dann war ich endlich gegen 16.00 zu hause. Fertig wie ein Brötchen. Allerdings waren zwei Seelen noch schlimmer vom Wetter geplagt. Die Stubentiger begrüßten mich müde. Eigentlich ist es im Gegensatz zu draußen wirklich kühl, eine gute Dämmung macht eben viel aus… Dennoch die Katzen haben ja keinen Vergleich. Also haben sie einen Teelöffel Vanilleeis bekommen. Und eine große Wanne Wasser im Wohnzimmer.

Und ich habe es mir nun auf der Couch gemütlich gemacht.

Es war ein sehr schöner Tag! Ich hoffe, auch bei euch, war es angenehm.

Liebe Grüße

Eure Jeraph

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Endlich wieder mal so richtig mürbe werden!

Heute wurde geknetet, gewogen, gerührt, Butter geschmolzen und Vieles mehr.

Endlich habe ich wieder die Ruhe und auch das nötige Kleingeld um einen leckeren Käsekuchen zu backen.

Ich habe Alexa Musik abspielen lassen, teilweise uralt und retro, doch die Texte sitzen immer noch im Kopf „Coco Jambo yeah“. Dabei muss ich schmunzeln. Ich habe mir für alles die nötige Zeit genommen. Sogar der Mürbeteig scheint gut verteilt.

Jetzt backt er im Ofen und unsere freundliche Computerstimme hilft mir gleich nach dem Rechten zu sehen. Alles sehr entspannt. Und während ich so beim Teig war und aus dem Fenster auf die Gärten blickte, kamen die Gedanken, dass ich das doch früher viel öfter getan habe. Nun ich erwähnte, das nötige Kleingeld. Nun, das ist zurück, also werde ich mich wieder öfter in der Küche einfinden um Brote und Kuchen zu backen. Manches braucht Zeit, und gerade das Backen braucht Geduld. Die sollte ich mir ohnehin wieder angewöhnen, wispert eine Stimme in mir.

Gut, dann fange ich direkt an, und warte geduldig auf meinen Kuchen. Freue mich, wenn der Duft den Weg ins Wohnzimmer findet.

Ich wünsche euch einen schönen Tag

Liebe Grüße

Eure Jeraph

Warum hast du nicht geschrieben?

Warum hast du nicht geschrieben? Fragt der Kopf, der gerade zwei Beiträge genehmigt hat. Das ist verrückt, war er es doch gewesen, der es ihr verwährt hatte. Beherrschte er doch den gesamten Körper. Und nun diese Frage. Es gab mal ein Lied von den Toten Hosen, darüber, dass der Mond immer schwierige Fragen stellt. Ich möchte mein Kopf mit seiner Fragw genau dahin schießen. Ich habe immer wieder an das Schreiben gedacht. Doch irgebdwas hielt mich eben an.

Ich sage dem Kopf, dass es nicht schlimm ist. Es ist ja nur für mich. Das bringt ihn erst richtig in Fahrt. Und wie Jean D’arc kämpft steht er für mich ein. Ich beruhige ihn mit dem Wissen andere Dinge für mich getan zu haben. Nur eben nicht schreiben. Es waren schwierige Wochen, in denen ich meine Gedanken für mich brauchte. Und gerade wird mir klar warum ich nicht schrieb. Meine Gedanken waren privat. Und das es sogar genau das war was ich brauchte. Mein Kopf kommt zurück und mein Bauch meldet sich, noch jemand um den ich mich kümmern muss.

Bis bald, meine Lieben.

Bin dann wieder da denke ich.

Was ein Stress- oder ein perfektes Weekend

Oh meine Lieben! Was für Tage waren das?

In unserer Apotheke ging es hoch her als plötzlich erst ein Kollege ausfiel. Das Team wurde gefordert, denn auch ich fiel oft aus, da ich in einer anderen Apotheke gebraucht wurde. Es war totaler Stress. Als dann die zweite Kollegin ausfiel, war landunter, denn insgesamt fehlten so im worst case 4 Kräfte (Eine Kollegin in Urlaub) . Und gestern war für mich echt zu viel. Ich kann den Tag gestern nicht beschreiben.

Als ich nach dem Einkaufen, gegen 17.30, nach Hause kam hatte ich einfach keine Kraft mehr. Das Abendessen hatte mein Drache danach aussuchen dürfen, was er alleine kochen wollte. Es sollte Bolognese geben. Dauert lang ist aber irre lecker. Aber bevor er sie anfing passte er auf mich auf, und gab mir einfach das Gefühl, dass es völlig in Ordnung war, dass ich jetzt einfach ich sein durfte. Er erwartete nicht, dass ich mich nun um ihn kümmerte. Oder das ich gleich mit in die Küche ging. Es war wundervoll. Ich war so glücklich. Ich habe daran zurück gedacht wie wir uns zu diesem Punkt entwickelt haben, dass wir uns Ruhe gönnen. Das wir beide die Zeit genießen, die wir haben. Und nicht diese, für mich, künstlich konstruierten Momente „nun ist Wochenende JETZT müssen wir das und dies tun.“ anstreben. Dieses Leben auf das Wochenende, in großen ist es immer dieses „Freuen“ auf den Urlaub, weil man allem entfliehen will. In diesem zu Hause gibt es dieses Gefühl nicht. Wir leben jeden Abend. Was aber auch heißen darf, dass einer der zwei einfach nach der Arbeit einschläft.

Heute haben wir dann einen Aufräumtag eingelegt. Nach dem ich noch ein Mittagsschläfchen genießen durfte, denn ich war von gestern noch ordentlich geschlaucht. Und jetzt kommt der Grund weshalb ich die Erinnerung an diese Tage teilen möchte.

Gerade kam eine Whats App Nachricht von dem ersten Kollegen rein. Er hat jetzt von der ganzen Situation gehört. Und er hat uns allen gedankt und eine unheimlich Nachricht geschrieben. Mit diesem Beitrag möchte ich eigentlich nur mal danke sagen, an alle meine Lieben, die das hier vermutlich niemals lesen werden. Und ich möchte allen zeigen, dass es da draußen echt tolle Menschen gibt. Und sie sind es wert gefunden zu werden. Ich lese hier so oft von Idioten, die vertrauen missbrauchen, Intrigen spinnen und andere klein halten. Deshalb möchte ich euch zeigen, dass man diese Menschen getrost liegen lassen kann, es gibt genug liebe Leute da draußen. Gebt negativen Menschen keinen Raum. 😉 Seid es euch wert, die Guten in euer Leben zu lassen und habt einfach Vertrauen trotz negativer Erfahrungen.

Liebe Grüße

Eure Jeraph

Fazit zum heutigen Tag

Heute war ein interessanter Tag. Besonders schön war, dass ich nach meinem letzten Beitrag mit der Freundschaft abgeschlossen habe. Alice hat mich motiviert auch mal einen Spruch selbst zu gestalten. Seht selbst im Titelbild. Außerdem war es endlich warm genug um die Wäsche auf dem Dachboden aufzuhängen. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber es ist ein Anzeichen, dass der Frühling zurückkehrt. Ich wünsche euch allen einen schönen Abend. Es riecht gerade wunderbar nach Regen und ich werde mich nun zurücklehnen. 😉

Meine Erinnerungen

Hallo ihr Lieben, nun der dritte Beitrag zur Blogparade von Alice:

Ich habe hier schon oft erwähnt das ich PTA bin. Nun, heute war so ein Tag an dem ich an Vieles von Früher erinnert wurde.

Meine Ausbildung war nicht leicht. Ich hatte als Realschülerin unter vielen Abiturienten nicht die besten Voraussetzungen. Auch zu Hause war es eher schwierig, hatte ich kein Zimmer und schlief in der Küche meiner lieben Großeltern, die mich nach dem Tod meiner Mutter aufgenommen hatten. So war ich sehr überfordert mit der Ausbildung. Als es im 2. Jahr der Ausbildung auch noch 5en hagelte, neben der Neurodermitis am kompletten Körper, musste ich einfach in meine eigene Wohnung. Glücklicherweise traute die Sozialarbeiterin mir das mit 17 zu. Mein Opa war erst verstimmt, doch als sich auch unser Verhältnis besserte war er, denke ich, zufrieden. Ich zog die Ausbildung durch. Biss mich durch, aber ich hatte immer das Gefühl hinterher zu hinken. Immer dachte ich alles schlechter als die anderen zu verstehen, und leider traf das durch den zusätzlichen Druck den ich mir machte, öfter ein als mir lieb ist. Doch heute bin ich dennoch PTA genau so wie die jungen Mädchen, die mit mir abschlossen.

Heute stand ich in der Apotheke. Nach 5 Jahren Abstinenz, habe ich seit fast einem Jahr wieder eine Anstellung als PTA. Momentan bin ich Springer in einer anderen Apotheke als die letzten Monate. Diese Apotheke zeichnet sich durch eine große Freiwahl aus. (Die Regale, die vor der Verkaufstisch stehen, an die ihr selbst drangehen könnt 😉 ) Das bedeutet für mich, dass ich viel beraten muss. Also auf Wissen aus meiner Ausbildung zurückgreifen muss. Erst wollte wieder dieses Gefühl aus der Ausbildung kommen, alle können es besser als ich. Und dann kamen die Erinnerungen eben doch. Wie gute Freunde, flüsterten sie mir die richtigen Hinweise in Ohr. Fröhlich winkt förmlich die Packung aus dem Regal und lockt mich an das richtige Regal. Ich habe mich eben weiterentwickelt und die Noten von früher treffen nicht mehr zu. Eine PTA wächst zum Glück an Erfahrungen, sie wind wie gute Weine, mit dem Alter immer besser. Und so war der Tag echt wunderschön, und ich musste oft an die diese Blogparade denken. ^^

Unglaublich, ich hätte gewettet ich wäre über die 400 Wörter gekommen, aber der reine Beitrag ist definitiv kürzer, Glück gehabt. Die Regeln und den Weg zu Alice wundervollen Blog findet ihr genau: HIER!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit

Eure Jeraph

Erinnerungen (Beitrag für die Blogparade von Alicemakeachoice)

Die zweite Blogparade von Alice ist gestartet. Die Regeln findet ihr hier. Das neue Thema heisst: Erinnerungen.

Du blickst in den Spiegel.

Dann stürzen sich auf dich. Sie tragen dich in die Untiefen deiner Gedanken. Sie krallen sich in deinen Haaren fest, kratzen deine Haut auf und dringen tief in deinen Geist. Unruhig beginnst auch du dich zu kratzen. Ein entrinnen gibt es nicht. Wie willst du vor etwas fliehen, das in deinem Kopf ist? Du weißt es nicht. Unruhig blickst du dir in die Augen, und siehst doch weit entfernte Bilder. Es gibt keinen Chirurg, der dir helfen kann. Die Medizin ist vorangeschritten, Löcher im Kopf werden wieder verschlossen. Tränen rinnen dir über die Wangen.

Irgendwann schließt du die Augen. Erst hast du sie zugekniffen, siehst immernoch alle Bilder. Doch du bringst zu begreifen, es ist nicht echt. Die Situation ist schon überstanden. Du bist Opfer eines Reliktes aus alter Zeit geworden. Dein Atem beginnt ruhiger zu fließen. Deine Muskeln entspannen sich. Die Erinnerung verblasst langsam wieder. Und plötzlich lächelst du. Dein Spiegelbild grinst verschmitzt, sie ist die einzige, die wirklich versteht. Verstehen kann. Deine beste Freundin, denn sie teilt deinen Schmerz. Und die Erinnerungen.