Reflexion 1 (Januar)

Hi da draußen,

In meinem Kopf spinnt sich gerade eine Idee. Ich denke ich werde dieses Jahr hier mal für mich reflektieren. Ich wollte doch sooo gerne dieses Jahr mehr bloggen und zumindest einen Monat habe ich es getan. Davor und danach kaum Kraft. Trotzdem habe ich in dieser Zeit wieder viel gelernt und könnte es hier nieder schreiben.

Ein großes Projekt hieß dieses Jahr „Wohnung“. Wir hatten endlich die Möglichkeit, es uns hier richtig gemütlich zu machen. Endlich nach 14 Jahren einmal auf unsere gemeinsamen Wünsche zu schauen, zu entdecken was es so alles gibt. Und dann, alles in unsere Wohnung zu buchsieren und hier zu einem Heim werden zu lassen.

Ich weiss, manche hier empfinden Haushalt als langweilig und wollen sich selbst verwirklichen, andere können auch mal was machen etc. Ich selbst liebe es, wenn ich das Hazs hüten darf. Ich mag es hier die Ordnung zu bewahren. Selbst wenn es heisst, dass ich am Weekend etwas putze während der Drache zockt.

Doch ich greife vor. Zu diesem Zeitpunkt habe ich Vollzeit gearbeitet, mit viel emotionalem Stress, und die Umbauten taten mir enorm gut. Zu sehen, dass sich etwas, nach 10 Jahren, so wandeln konnte obwohl es eigentlich noch immer die gleichen 4 Wände sind war völlig neu für mich. Und es gab mir Kraft und Hoffnung, dass sich dieses Jahr viel für mich und uns ändert. So wie es sein soll, nicht stürmisch und angsteinflößend. Schnell, ja. Doch gewollt von beiden.

Dazu zählte allerdings nicht nur das neue Wohnzimmer, sondern das Gespräch, dass ich endlich auf eine Halbtagsstelle wechseln kann. Es galt auf der Arbeit viele Gespräche zu führen. Besonders nervig waren die, mit Leuten, welche sich sehr wichtig fühlen doch eigentlich 0 Entscheidungsgewqlt haben. Sich immer wieder durch die dummen Gespräche zu quälen, nicht frei sprechen zu können wegen der *!? * Außenwirkung, obwohl die Meinung der anderen völlig am Pöppes vorbei geht. Nun, jetzt kann ich darüber schreiben, denn es ist für mich durch. Obwohl ich noch dort bin. Und liest dass doch eine meiner hochgeschätzten Kollegen, und wird es dort wieder schlimmer, sammel ich eben doch meine Felle ein, nehme mein Sax und gehe. Punkt. Ich habe gerade keine Lust auf Klappe halten. Ganz ehrlich, hab ich zu lang, tu ich Montag wieder doch heute ist SONNTAG.

Nebenher lief auf der Arbeit nicht alles schlecht, die Chefin ist echt spitze, und auch wenn wir nicht am gleichen Ort arbeiten, wusste ich doch, dass sie mir hilft diesen Plan, trotz aller jinxes und Widrigkeiten, umzusetzen. Dies hat mich manches Mal hochgehalten. Eben so wie mein Drache, der den Plan mit mir verfolgt. Und das wird in diesen Beiträgen noch öfter kommen. Bin ich ihm so unfassbar dankbar, dass es einen Deal zwischen uns gibt, ich schmeiße den Hazshalt und kann dafür auf halbtags wechseln. Er geht voll, braucht dafür aber so gut wie nix anderes machen. Ich liebe Ihn und auch diese Abmachung, denn sie gibt mir die Freiheit, auch mal etwas Zeit für mich und meine Gedanken frei zu schaufeln.

Das war der Januar. Noch kein Gedanke über Corona, Distanz, Mundschutz, aber schon die körperlichen und geistigen Widrigkeiten, die sich dann in den kommenden Monaten zeigten und die gesehen und behoben werden wollten.

Ich werde nun für jeden Monat so einen Beitrag anlegen. Es mag sein, dass der ein oder andere nachträglich editiert wird, da ich vielleicht noch ein Bild oder eine Erinnerung aus meinem Bullet Journal hinzuziehe. 😉 Gerade fühlt sich der Beitrag etwas konfus an, aber so ist ja meist auch das Leben oder?

Liebe Grüße

Eure Jeraph

(Das Titelbild entstand am Abend als die Couch aufgebaut war und unsere Stubentiger das erste Mal ihr neues Möbelstück begutachteten)

Gute Nacht liebe Muse

Ärgerlich blickte die Muse auf die Uhr und rückte die Brille zurecht. Sie war schon lange im Geschäft und kannte die ständigen Bitten der Künstler um einen „kurzen“ Besuch. Ja, eben eine Idee vorbeibringen und dann konnte sie wieder sehen wo sie blieb.

Die Künstlerin, die so gerne mal wieder schreiben wollte, kannte sie schon sehr genau. Wusste sie doch, das die junge Dame den lieben langen Tag schon kreativ war, nur eben in anderen Welten. Vielleicht sollte sie, statt selbst diese Verabredung wahrzunehmen, ihren alten Freund Morpheus schicken.

Manchmal musste man eben gut auf seine Schützlinge Acht geben, sie durften sich nicht ständig selbst überfordern. Ach, Menschen lebten so kurz, und dachten in dieser Zeit müssten sie alles erreichen. – Wie närrisch.

Inzwischen war die Zeit wirklich vorran geschritten, und nun war sie sicher. Sie schrieb Morpheus eine kurze Nachricht via Musen-Götter-Chat und rückte sich ein letztes Mal die Brille zurecht, ehe sie der Menschenwelt den Rücken kehrte. Die Nachtschicht konnten die jungen Musen übernehmen. Sie würde nun träumen, die einzigen Momente, in der sie sich selbst eine Muse war.

Gute Nacht

Eure Jeraph

Back to Keyboard

Meine Lieben da draußen,

Was sind das gerade für Zeiten? Es passiert gerade so viel, allerdings lesen wir darüber auch schon mindestens genauso viel. Daher will ich bei mir bleiben. Bei meinem kleinen Leben, an dem ich immer weiter, unermüdlich, bastel damit es schön zu leben ist. Ich habe schon für mich Erfolge zu verzeichnen, immerhin hat mein Drache schon mal einen schönen Job, bei dem er geschätzt wird, so wie er ist. Er erfährt dort Vertrauen, und zudem lässt sich der Job auch gut machen, denn es ist genau das was der Drache gerne tut. Er hat seine Nische gefunden. Und so gehen meine Gedanken im Kopf spazieren. Und ich frage mich immer wieder: „Wo ist deine Nische?“ „Wo fühlst du dich gut aufgehoben, und kannst dennoch deine Brötchen verdienen?“ Hm. [Eine gefühlte Ewigkeit verstreicht, während meine Hände über der Tastatur verweilen. Ich spüre wie sich die Hände verkrampfen, und erst mit diesen Zeilen wieder lockern. Was mich allerdings kein Stück näher an die Antwort meiner Frage bringt. Trotzdem entspanne ich mich und tippe munter weiter. ]

Nun, so ist das manchmal im Leben, wir verharken, verspannen, verrennen uns, in unseren Gedanken, das wir aufhören zu leben. Wir bleiben in der Position, versuchen uns zu orientieren und damit erstarren wir. Ich mache mir diese psychologischen Automatismen so oft es geht bewusst. Allerdings brauche ich dafür Ruhe. Diese fehlte mir in der Vergangenheit leider immer wieder. Ich merke, dass sich bei mir mal wieder etwas ändern sollte. Da kam mir der Gedanke, dass mein Blog schon ziemlich eingeschlafen ist. Warum? Weil ich leben wollte habe ich in meinen letzten Einträgen geschrieben.. Habe ich denn gelebt? Oder viel mehr das Gefühl gelebt zu haben? – Diesmal kein Verharren über der Tastatur, die Antwort ist leicht.

Nein!

Das kam plötzlich. Dabei stimmt es gar nicht so richtig, denn ich habe natürlich gelebt. Ich habe Zeit mit meinem Drachen und den Katzen verbracht. Ich habe mit lieben Menschen gesprochen, geschrieben, gelacht, mich geärgert, und wieder vertragen. Das alles gehört zum Leben. Also habe ich gelebt. Aber was mein Gefühl mir sagt ist, dass ich nicht zufrieden bin. Ich hatte Zeiten im Leben, da hatten wir kaum die Butter auf dem Brot, aber dennoch war ich glücklich. Mit mir selbst und meinem Leben. Ich wusste, es wird sich irgendwann ändern, das ist einfach nötig, ich kann und will nicht immer von der Hand in den Mund leben, und trotzdem war ich glücklich. Mehr als jetzt, denke ich manchmal. Versteht diesen Absatz bitte nicht falsch, ich weiß, das Vieles davon die Rosarote Retrobrille ist. Es war eine harte Zeit, und wir haben unvergesslich viel Hilfe von Außen gehabt. Doch ich dachte immer, wenn ich an dem Punkt stehe, an dem ich nun angekommen bin, wäre ich zufriedener, und müsste mich nicht mehr einem solchen Stress aussetzen, den ich gerade habe. Der Stresspegel ist der Gleiche geblieben, nur dass ich nun weniger Zeit habe, ihn zu reflektieren und zur Ruhe zurückzukommen. Ich bin nun mal hochsensibel und brauche für einiges länger, das habe ich schon lange akzeptiert, ich gebe mir und meinem Körper auch gern etwas Zeit und Zuwendung, dafür fühlt es sich besser an in ihm zu leben. Diese benötigte Zeit habe ich allerdings gerade nicht. Und obwohl eine Planänderung eingeleitet ist, fühle ich mich mit dieser Aussicht noch nicht sicher. Daher habe ich auch das Beitragsbild ausgewählt. Es steht alles irgendwie Kopf, und was eigentlich eine gemütliche Position werden sollte ist anstrengend und verdreht.

Und weil ich eben in der vergangenen Zeit zu wenig gelebt habe, und damit meine ich beobachten, informieren, lachen, die Zeit vergessen, die Füße baumeln lassen, einen Ausgleich finden, kichern, werde ich wieder vermehrt hier schreiben. Die Zeit wird bald wieder begrenzt sein, doch irgendwo wird sich eine Minute, ein Moment oder ein Augenblick finden. Ich möchte mich wieder mitteilen. Mein Thema wird schaukeln, zwischen persönlichen Texten, wie diesem hier, oder der Gestaltung meines Bullet Journal.

, und mal sehen was ich noch so an schönen und interessanten Themen für euch finde 😉

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem verlinkten Artikeln 😉

Eure Jeraph

Ein Lebenszeichen…

Huch, Hallo! Und plötzlich sind 2 Monate einfach so in Land gegangen. Würdet ihr mich fragen, würde ich behaupten es war mehr Zeit. Ab und zu schaute ich hier vorbei, und bekam, was mich sehr erstaunte sogar noch ein oder zwei „Verfolger“ 😉 Willkommen auf meinem kleinen Blog.

Am Anfang, der zwei Monate, hatte ich stetig das Gefühl, ich MÜSSE doch mal wieder schreiben. Doch, nein! Ich musste nichts schreiben, ihr lieben Leser, ich musste leben, meinen roten Faden wieder finden. Mich weniger an anderen orientieren, nur weil ich nun Kontakt mit diesen Personen hatte. Nur weil ich nun Vergleiche ziehen KONNTE, MUSSTE ich das noch lange nicht. Aber ich tat es, und wenn man das als Zebra unter Pferden tut, kommt wenig sinnvolles dabei heraus.. Ich verkrampfte mich zunehmend, spürte eine Überforderung, obwohl Vieles doch soviel einfacher geworden war.

Also beließ ich es bei dem Gefühl, schreiben zu MÜSSEN, und nutzte die, wenige freie Zeit, für mich, für meinen Haushalt, denn ich mag es gemütlich, und auch das braucht Zeit und Muße. Und ich lernte etwas, dass wirklich wichtig ist, Geduld. Ich lernte wieder, dass Dinge ihre Zeit brauchen so wie ich eben auch. Ich begann wieder freier und tiefer zu atmen, und mich wieder mal zurückzulehnen. Ja, Vieles hatte sich verbessert, aber in dieses heute so „geliebte“ Hamsterrad wollte ich nicht. Und ich wollte mir erst meine Gedanken machen, bevor ich sie mit euch teilte. Ich hatte das Gefühl, ich wolle nun erst einmal mir selbst wieder helfen. Ich war mit mir, meiner besten Freundin, schon so lang nicht mehr allein gewesen, was auch einer meiner Beiträge zeigte. Daher brauchte ich eine Pause.

Ich habe nun meine Stunden, auf der Arbeit, schon mal von 40 auf 38,5h gesenkt. Im kommenden Jahr wird es noch etwas weniger. Ich brauche diese freie Zeit und dank meinem Drachen, einen riesigen Dank(!), können wir das auch durchziehen. Mein Körper wird es mir danken, da auch er in diesen 2 Monaten stark gelitten, und mir dies auch gezeigt, hat.

Ich habe, für mich, wichtige Gedanken gehabt, die mir zeigen, dass ich mich erst noch ein wenig weiter kennen lernen will, bevor ich hier wieder aktiver werde. Den Oktober schätze ich, relativ ruhig ein, vielleicht finde ich da doch mal eine Idee für einen Beitrag. Aber im November würde ich damit nicht rechnen. Es stehen zwei großartige Konzerte, eines davon auf meinem Geburtstag, an. Das wird klasse, wir waren ewig nicht mehr auf Konzerten, und ich habe richtig Lust auf laute Musik, und ein Gesicht in der Menge sein. Naja, und wie schnell der Dezember rum ist, wissen wir denke ich alle..

Aber ich werde bestimmt, ab und zu hier vorbeischauen und lesen, was die anderen Interessantes schreiben. 😉 Wenn ihr mir allerdings einen Kommentar da lassen wollt, werde ich natürlich gerne antworten. Ab nächstem Jahr denke ich, werde ich dann wieder mehr Buchstaben an euch senden. Jetzt schalte ich erst mal wieder ab, und mein Hörbuch an.

Eigentlich wollte ich noch etwas mehr tippen, aber vielleicht kommt das ja noch. Es ist eben immer da, das Gefühl, nicht alle Worte gefunden zu haben. 😉

Liebe Grüße

Eure Jeraph