Die Angst und ich… Again..

Hi ihr da draußen!

Ich hab hier in letzter Zeit nur wenig verfasst. Das lag zum einen daran, dass ich viel auf Twitter und Patreon unterwegs war, und bin. Zum anderen aber auch, weil ich.. Hm.. Im Augenblick ziemlich viele Ängste aufgebaut habe. Diese werde ich wieder auflösen.

Ich erwache morgens wieder mit Panik. Ich weiss, dass ich das schon einmal hatte und auch das schon einmal aufgelöst habe. Daher bin ich mir sicher, dass es wieder zu dem Punkt kommt, an dem ich morgens ruhig erwache. Denn wenn ich diese Panik habe, dann vergesse ich, dass es ein Relikt aus alter Zeit ist. Inzwischen hat sich Vieles zum Positiven entwickelt. Ich brauche gar nicht mehr in heller Panik erwachen. Ich kann mich im Bett noch einmal rumkuscheln und dann aufstehen.

Doch, an diesem Punkt bin ich nicht mehr. Das werde ich wohl die nächsten Monazen üben. Wenn wir etwas immer wieder tun, und sei es erst mal nur um es zu tun, kommen wir irgendwann an den Punkt, dass es uns in Fleisch und Blut überging. Und dann tun wir es auch mit dem richtigen Gefühl

Viele sagen, sie können dies nicht und das nicht, weil es sich nicht richtig anfühlt. Da wollt ihr, meiner Meinung nach, den zweiten vor den ersten Schritt gehen. Es klingt komisch, doch genau die Erfahrung habe ich gemacht. Und deshalb werde ich so meinen Weg weitergehen.

Vom ganzen Schreiben ist die Angst verschwunden, vielleicht hat sie sich nen Kaffee geholt oder sie hat mitgelesen und dachte, „Joa, hat sie eigentlich recht, ich geh mal“ sie ist noch nicht weit weg das kann ich spüren, doch das ist eine weitere fiese Falle.

Zu viel zu spüren, ist im Falle HSP zu sein, sehr gefährlich. Wir können unglaublich viel spüren, davon können wir einen Overflow bekommen. Und Situationen und Gedanken, die anderen in 100 Jahren nicht kommen, können uns überrollen. Auch hier ist Vorsicht geboten!

Glaubt nicht alles was ihr DENKT

Das Gehirn unterscheidet nicht zwischen Gedanklichen Situationen und denen, die ihr in der Außenwelt gemacht habt. Das heisst, ihr bildet selbst eure Realität. Kuschelig oder anstrengend.

Ich werde nun erst mal meinen Tag starten. Das waren meine Morgen-Gedanken. Kommt gut rein, und passt auf eure Gedanken auf!

Eure Jeraph

Mein Nachtlicht, täglich für euch!

Hallo ihr Lieben,

seit Dezember 2021 gibt es auf meiner Twitterseite jeden Abend meist zwischen 18 und 20Uhr ein Nachtlicht für euch.

Ab heute gibt es dieses auch auf meiner Patreon-Seite. Dort kann ich etwas mehr Text bieten. Ich hoffe, so noch mehr Menschen mit diesem Licht zu erreichen. Dieses Nachtlicht gibt es für alle, die es sich ansehen und träumen möchten.

Seid gern dabei und folgt mir um etwas mehr gemütlichen Kontent zu genießen.

Ich freue mich auf euch.

Eure Jeraph

Es ist wieder so weit…

Hallo ihr da Draußen,

Lange nix von mir gehört. Habe einen Twitter-Kanal (@JeSaJeraph) erstellt. Auf dem gibts jeden Morgen einen Kakao und jeden Abend ein Nachtlicht, für all die, deren Nacht oft so schrecklich dunkel ist. Tja, nebenher hab ich mir ein Mikrofon und eine Cam besorgt für mögliche Lets Plays, Pot casts, oder iwas in der Richtung. Und auf WWW.patreon.com/jeraphin gibt es sogar schon ein paar Folgen zum Hören und weitere Texte von mir.

Ich merke, dass was ich mir vor 15 Jahren schon dachte: ich will gar nicht in einer Apotheke arbeiten. Heutzutage nicht mehr. Es hat nichts mehr von dem gemütlichen, die Beratung nimmt einen winzigen Teil ein. Und zu Covid-Zeit brauch ich gar nicht aufzählen warum ich da nicht raus will.

So kam in mir wieder der Wunsch auf, etwas eigenes zu machen. Daher die ganzen Besorgungen und ersten Anläufe. Doch im Augenblick stagniere ich wieder. Mache mir Gedanken wie ich euch erreiche, damit ich mein Leben gestalten kann und ihr etwas wofür es sich vielleicht zu spenden lohnt. Ich bin unschlüssig. Jeden Tag sehe ich auf YT junge Menschen, die genau das erreicht haben. Und ich werde weiter dran bleiben. Auch ich finde meine Nische. Dann MUSS ich nicht mehr daraus sondern kann wählen.

Danke, für euer Ohr. Ich melde mich sicher wieder. Bis dahin, kommt gut durch die Zeit und lasst es euch wohl ergehen!

Eure Jeraph

(Bild vom Pexels)

Urlaubsblues

Der Urlaub war wirklich schön. Eine Woche keinen Wecker hören, aufstehen wann es uns passt und vor allem nur Menschen sehen, die ich sehen will.

Nun ist der Urlaub vorrüber, und die Welt da draußen ruft. Nein, eigentlich schreit sie gerade, obwohl ich noch gut 2 Stunden habe, bevor ich diesem Gebrüll nachgeben muss.

Wenn ich richtig hinhöre, dann ist da gar kein Schrei. Der Regen trommelt leise auf die Dächer dieser Stadt, ab und an höre ich einen Vogel. Dieser beschwert sich über sein nasses Federkleid und das das Futter unserer Vermieterin wohl nass und ungenießbar wird. Ich denke jedoch, er braucht sich keine Sorgen zu machen, denn meist ist Futter extra überdacht aufgestellt.

Während ich diese Zeilen schreibe, entspanne ich mich endlich. Ich habe noch Zeit um wach zu werden. Klar, das Essen will vorbereitet werden, damit wir heute Abend davon profitieren können. Doch das Rezept scheint leicht und schnell zu sein. Also auch dort eigentlich kein Geschrei.

Woher kommt dann dieses Ziehen? Dieses Du musst, sonst schaffst du es nicht? Dieser Druck… Von mir natürlich. Ich habe den Luxus nur Teilzeit zu aebeiten, und dennoch gebe ich mir nicht die Ruhe aufzuwachen und meinen Platz entspannt einzunehmen.

Ich wurde gerade, wahrheitsgemäß gefragt, was ich denn in der Küche wolle, wenn ich nicht mal wach werde. Das Verständnis meines Drachen rührt mich. Er sitzt schon seit über einer Stunde am Rechner und arbeitet. Doch es rührt mich nicht nur, es lehrt mich.. Er hat recht. Also verzog ich mich auf die Couch zog mir meinen kleinen Zergling (ein Plüschtier aus dem Starcraftuniversum) heran und schloss ein paar Minuten die Augen.

Manchmal, oder doch öfter will ich mir sagen: „Du hast Zeit! Klar, gleich gehst du arbeiten. Doch auch dort ist ein Ort, wo du geschätzt wirst. Du verbrennst dich nicht mehr. Das war eine andere Zeit.“

Nun, ist Alexa so freundlich und schaltet die Lampen ein, schönes warmes Licht durchströmt den Raum und mir geht es schon etwas besser.

Die Erwartungen, von den ich das Gefühl habe sie unbedingt und absolut erfüllen zu müssen, liegen in mir. Obwohl ich jedem anderen sagen würde er ist bekloppt. Und wenn das Essen doch nicht gemacht würde, gäbe es eben etwas anderes, wo wäre das Problem? Sicherlich nicht bei meinem Drachen, der so geduldig mit mir ist, wenn ich mich wieder in eine Form zwinge, die gar nicht passt. Wir verstehen beide nicht warum ich das tue. Manchmal tut mein Geist ihm Unrecht, sagt dass er das erwarte, das Essen hat auf dem Tisch zu stehen. Doch so ist er nicht und war es nie.

Vor kurzem sagte ich, „wir sind vielleicht anders, aber immerhin sind wir glücklich.“ Er sah mich an und meinte „ich denke weil wir anders sind, sind wir auch glücklich.“ Das steht nun auf unserem Wohnzimmerschrank. So sind wir eben, anders. Ein Lächeln umspielt meine Lippen. Und ich glaube langsam bin ich bereit für den Tag.

Ich danke dir fürs Zuhören, Welt. Ich rauche mir noch eine dann sehen wir uns.

Eure Jeraph

Jeder braucht einen Sup!

Und wieder einmal begrüße ich euch hier auf meinem Blog!

Tja, was will ich mit meinem Titel ausdrücken? Ich bin ein Zocker-Mädel. Und ich liebe es Vergleiche von eigentlich völlig unterschiedlichen Themengebieten im Prinzip zu vergleichen. Mit Gaming funktioniert das oft echt spitze, und ist immer funny. Also erkläre ich es euch nun.

Wenn ihr bei einem MMORPG (Massen-Mehrspieler-Online-Rollenspiel), einen großen Boss besiegen wollt, dann geht das nicht allein. Natürlich ist man in Spielen, total mächtig, hat tolle Waffen, trotzdem für den großen Endboss braucht ihr Hilfe. Nun gibt es verschiedene Rollen, die besetzt werden müssen. Zum Einen den DD (Damagedealer), klar der Typ teilt ordentlich aus, er macht den Boss zu Kleinholz. Diese Rolle wollen natürlich die meisten besetzen, der coole Typ, am Besten mit zwei Schwertern, einer strahlenden Rüstung.

Dann gibt es den Tank, zu Deutsch Panzer. Das beschreibt ihn ganz gut, denn er stellt sich an die Front, und nimmt allen Schaden auf sich. Er zieht die Aggression, des Bosses, auf sich, damit der DD, dessen tolle Rüstung, nämlich nicht soviel aushält, gar nicht ert getroffen wird. Diese Rolle, nehmen meist auch noch einige Spieler für sich an.

Und dann gibt es DIE ROLLE, die meist händeringend gesucht wird, oft muss das dann irgendeine Freundin von einem aus der Gruppe übernehmen, damit sie sich überhaupt überlegen, den Boss zu legen (legen, ist ist Gamerjargon „besiegen“) Diese Rolle ist der Heiler. Ein reiner Supporter, und unerlässlich. Ohne den DD oder Tank, wäre der Heiler sofort tot, wenn der Boss ihn nun eines Blickes würdigt. Er steht hinten und hilft seinen Freunden mit Tränen, Sprüchen und ist eigentlich dauerbeschäftigt, weil er sich um die komplette Gruppe kümmern muss.

Und nun schließt sich der Kreis zu meinem Titel. Ich bin im Leben oft DD gewesen und auch die Rolle des Tanks habe ich oft erfüllt. Doch was mir wirklich Freude bringt, was mich einfach erfüllt ist Sup. Ich bin schon in meinem Beruf ein Heiler, und auch zuhause liebe ich es dafür zu sorgen, dass hier alles im Reinen ist. Ich möchte hier mal die Werbetrommel rühren. Andere sagen „Ich bin doch keine Putzfrau“. Ne, aber ich mag es ordentlich. Und ich mag es in meinem eigenen Trott, hier zu wuseln während mein Drache am Schreibtisch sitzt. Ich kenne meinen Wert, und mag es wenn ich einfach in den Hintergrund zu treten und zu beobachten. Das kann allerdings meiner Meinung nach nur gelingen, wenn beide den Wert des Sups anerkennen und wissen, dass es ohne nicht geht, auch wenn dieser eher aus dem Hintergrund agiert. Schon Jan Hegenberg schrieb in seinem Lied „Heiler“:

Stirbt der Erste, war es wohl Pech,

Verreckt der Zweite, war er wohl zu frech,

Fallen der Dritte und Vierte, seid ihr angeschmiert,

Ja da hat wohl jemand, den Heiler kritisiert

(Jan Hegenberg – Heiler)

Das ganze Lied ist hörenswert. ^^ Was ich sagen will ist, jeder braucht Unterstützung, klar, aer schaut euch ab und zu mal nach euren Sups um und schenkt ihnen Dankbarkeit, dass sie sind wie sie sind, ohne sie würdet ihr eure täglichen Endbosse nicht legen können!

Viele Grüße

Eure Jeraph

Stacheln, Dornen und ich

Guten Morgen!

Gestern war ein großer Tag für mich, einer auf den ich jetzt Monate erwartet, erhofft, und mir gewünscht habe. Ich durfte meine Blatt offen zeigen und Stellung beziehen, da nun ein echtes, festgelegtes Ende in Sicht ist. Und meine Karten waren von Anfang an gut, es galt nur abzuwarten, wie hoch die anderen setzen würden.

Mein Pokerface war wohl ziemlich gut, oder die anderen einfach zu unbewusst, sie waren alle überrascht. Da ich weiss, dass ich absolut nicht lügen kann, oder etwas vorspielen muss es dann wohl zweites sein, traurige Welt.

Egal, ich habe den Tag sehr genossen. Manch einer sagte mir, wenn ich nicht so sensibel wäre, dann hätte es wohl besser geklappt. In der Tat, wäre ich ein anderer Mensch, so wäre es vielleicht anders ausgegangen. Ihr bekommt nun einen anderen Menschen und ich?

Ich bleibe ICH! Genauso wie ihr mich gerne lest, so wie mich viele Kunden gerne vor sich haben und VOR ALLEM: So wie ich mir gern in die Augen sehe. Das konnte ich in de letzten Monaten oft nicht. Ich bin nun mal SO sensibel. Ich habe keine Stacheln wie die Kastanie, in meinen Titelbild. Und ich will das für mich auch gar nicht. Ich habe akzeptiert, dass ich so bin und mag es mittlerweile sehr, denn dadurch nehme ich so viel mehr wahr, und ich bin nun mal von Haus aus neugierig! Doch ich will mich nicht mehr beweisen müssen. Wer meinen Wert nicht sieht, der ist min Wesen nicht wert. Punkt! Ich wünsche ihnen, in der Tat, das es mit der neuen Kollegin besser klappt, ich grolle ihnen nicht. Sie sind eben auch wie sie sind. Und sie haben ihren kleinen Rahmen, in den ich wohl nicht reinpasse. Zu quirlig, zu entrrückt, zu glücklich und zufrieden mit ihrem Zuhause, zu sensibel, zu schnell, bla bla bla. Ich kann nicht überall reinpassen, also Schlussstrich. Nicht jeder Tag muss brennen, als ginge ich durch ein Brennesselfeld.

Ich bin einfach froh wie es gelaufen ist, und das ich es sauber lösen konnte, wie es meine Art ist.

Und nun wünsche ich euch mit diesem Thema einen schönen Tag. Lernt euch kennen, und lernst wo eure Grenzen sind, um endlich Schluss mit dieser sinnlosen Überforderung zu machen, die keinem nützt.

Liebe Grüße

Eure Jeraph

Ein Frei-Freitag

Heute habe ich mich mal ein bisschen mit dem Hintergrund eines Blog beschäftigt. Schon am Anfang hatte ich mir überlegt ob meine Seite nicht außerhalb von WP existieren soll. Allerdings wollte ich mir erst mal das Bloggen ansehen, bevor ich Geld investiere.

„Soll ja bloß ein Hobby sein“

Aber auch ein Hobby ist es wert, zu investieren, denn es ist ja eine Investition in mich. Und wo wären meine Ressourcen besser angelegt? Also habe ich heute den Schritt gewagt. Ich bastel nun an meiner eigenen kleinen Seite, die dann hoffentlich zu mir passt. Ausserdem sitze ich gerade daran, euch eine Druckvorlage für euer Bullet Journal zu basteln. Da auch das etwas Neues ist, bitte ich an dieser Stelle um Nachsicht. Vorsicht, hier ist ein klick mal kurz 🙂

Jetzt gerade mache ich ein wenig Pause, ein wenig tiefer atmen und nur die Finger über die Tastatur fliegen lassen. Endlich kann ich wieder ein Gefühl der Zufriedenheit feststellen. Ich habe mich heute also etwas in das Gebiet des Webdesign eingelesen, und dort eine neue Spielwiese für mich entdeckt. Ich freue mich darauf dieses zu erkunden und euch auf diese Reise mitzunehmen. Vorerst wird aber nur diese Seite online sein. Schließlich ist es mit der Website das Gleiche wie mit einem Bujo, zumindest anfänglich, möchte ich dabei nicht beobachtet werden. Ich möchte die Augen eines Kindes haben und erstaunt sein, was wohl passiert, wenn ich diesen oder jenen Knopf drücke.

Und so gibt es von mir heute nur ein paar Zeilen und ein Foto.

S

Ich wünsche euch einen angenehmen Karfreitag. Mir schwirrt gerade der Kopf deshalb:

Bis morgen

Eure Jeraph

Mein BuJo (Bullet Journal)

Hallo ihr Lieben da draußen,

In diesem Artikel geht es darum, wie ich überhaupt zu einem Bullet Journal kam, warum ich immer noch dabei bin, was es mir bringt und euch bringen kann, und alles weitere was mir dazu einfällt. Ich werde Bilder von meinem Journal teilen, damit vielleicht der ein oder andere erkennt, das das Schöne nicht immer perfekt sein muss. Da bin ich mir ziemlich sicher, perfekt sind meine Kreationen nicht. Sie regen zum Nachdenken an, bringen zum Schmunzeln, Verdrehen einem manchmal den Kopf, aber perfekt werden und sollen sie nicht sein. Da ziehe ich euch und auch mir schon mal direkt den Zahn. Mir ist klar, dass perfect letterings viele Herzen zum Schmelzen bringen, doch wie ihr auch am Beitragsbild erkennt, das bin nicht ich. Meine Letterings kommen wirklich aus der Situation und vor allem aus der Emotion heraus. Ich versuche mir damit etwas bewusst zu machen. Dass kann ich allerdings nicht, wenn ich erst Stunden mit dem Zirkel vorzeichne, schön brav alle Linien einhalte und erstaunt bin wie mittig ich das Lettering doch platziert bekommen habe. Das ist das Gleiche, wie bei meinen Texten. Da hilft mir auch kein Vorschreiben, überlegen, den Satz drei mal löschen bis er perfekt ist.

So, das war ein kleiner Einblick. Allerdings stehen wir doch noch ganz am Anfang dieser Blog-Reise. Ich nehme euch mal ein Stück mit in die Vergangenheit. Socken an und Flasche zu Trinken eingesteckt, dann geht´s los.

Kalender habe ich nie verwendet, nun zumindest nicht als solchen. Tagebuch habe ich immer geschrieben. Eigentlich habe ich immer schon für mein Leben gern geschrieben, ja ich weiss, merkt man mir gar nicht an. – Lieb von euch.

Ich hatte damals allerdings diese Kalender von dieser weißen Maus mit den großen Ohren, die damals so total beliebt waren. Gibt es die eigentlich noch? Nun, da stand oben nur der Tag und sonst war alles frei. Keine Zeitangaben, keine To do, schon vorgeschrieben. Nur ein leeres Blatt, welches gern täglich gefüllt werden wollte. Und das tat ich auch. Da kam dann alles rein, was mir so in den Sinn kam, früher waren das schön einfache Sachen, wie zum Beispiel das Wetter. Oder mein Mittagessen. Völlig banal… [Über den Witz könnt ihr dann lachen, wenn ich zum Thema (Food-) Tracker komme] Und dann war der Kalender voll und ich habe es irgendwie in Vergessenheit geraten lassen. Ich brauchte wieder etwas um meine Tage aufzuarbeiten. Ich begann ein neues Tagebuch. Das klappte sogar einige Jahre für mich recht gut. Doch ich merkte irgendwann, dass ich vermehrt die gleichen Gedanken notierte. Es fehlte der frische Wind wie man so gern sagt. Weihnachten 2018 bekam ich dann einen Kreativ-Kalender geschenkt. Ich hatte wieder begonnen Mandalas auszumalen, und mich so zur Ruhe zu bringen. In diesem Kalender konnte ich nun viel ausmalen, und ich hatte wirklich vor ihn zu benutzen.

Ehrlich!

Die Person, die ihn mir schenkte, liegt mir sehr am Herzen, und ich hatte mich sehr darüber gefreut. Doch schon Mitte Januar wurde offensichtlich, das es nichts wird. Ich hatte zwar das Mandala des Monats ausgemalt, aber die Tage hatten zu wenig Platz. Da ich eine recht große Schrift habe, musste ich mich sehr anstrengen um in den Reihen zu bleiben. Als mir das alles bewusst wurde, wusste ich jedoch gleichzeitig, dass ich gerne wieder ein Buch hätte, in das ich sowohl meine Gedanken, als auch mögliche Termine, To do´s und eigentlich mein Leben zusammenführen möchte.

Ich hatte bis dato nie das Gefühl, dass ich sonderlich kreativ bin. Ich habe kreative Hobbies, wie LARP (Live Action Roleplay), allerdings habe ich dort solche kreativen Überflieger kennen gelernt, dass ich mich mit meinem linken Händen immer im Nachteil gesehen habe. Da hatte ich auch noch nicht akzeptiert, dass meine Kreativität, Kunst, Talent, wie ihr es auch nennen möchtet, nicht in diesem Perfekten liegt. Und bei diesem Vergleichen, was an sich schon Unsinn ist, kam ich nie gut weg.

Letztes Jahr stand ich aber an dem Punkt, an dem ich nichts zu verlieren hatte. Ich wollte etwas für mich schaffen, da war es doch egal, wie es im Vergleich zu anderen abschnitt. Zu diesem Zeitpunkt, hatte ich auch noch gar nicht überblickt was das für ein Trend war. (Worüber ich sehr froh bin, sonst hätte ich eventuell doch wieder einen Vergleich gestartet..) Ich habe mich etwas umgesehen und mir kurzer Hand ein dottiertes Buch gekauft. Und dann habe ich gekritzelt, gemalt, geheimes aufgeschrieben, und so Vieles. Es war als hätte ich einen Freund gefunden. Jemand, der meine Gefühle und Geheimnisse aufnimmt. Natürlich haben wir alle Freunde und die verstehen uns bestimmt alle auch ganz… ja, nein, wir haben zwar alle Freunde, aber seid mal ehrlich wie vielen ihr euer dunkelstes Gehimnis, eure schlimmst oder auch banalsten Ängste eingesteht. Und selbst wenn ihr so jemanden habt, wollte ihr dem nicht immer und immer wieder in den Ohren liegen. Im BuJo könnt ihr das, oder ihr könnt euch auch neu motivieren, zeigen das die Welt bunt sein kann. Ich fühlte mich auf jeden Fall wieder wie ein Kind. Alles damit war neu, und es gab keine Grenzen, keinen der sagte das dieses oder jenes nicht passte. Und da ich gerade einen neuen Job angefangen hatte, passte es auch dort. So konnte ich meine Gedanken niederschreiben, es war nur für meine Augen bestimmt. Und siehe da, meine Zeichnungen waren sogar ganz passabel. Machmal war ICH sogar etwas beeindruckt. Wisst ihr warum? Habt ihr euch mit der Psychologie dahinter schon mal beschäftigt? Ein Artikel dazu steht schon in den Startöchern.

Es ist ein befreiendes Gefühl, als ich merkte, das ich besser bin als ich denke. Das gibt mir die Motivation weiter zu machen. Ich will mich beeindrucken, ich will mir an manchen Tagen einen kleinen Brief schreiben, den auch niemand liest außer mir, der mich aber aus meinem Autopiloten raus wirft und mich zum Nachdenken oder zum Ruhen bringt. Und genau deshalb bin ich noch dabei. Auch wenn ich über mein erstes Bujo Energiedrink verschüttet habe, und es nach einem halben Monat schon ausgedient hatte. (Ich habe darüber auch schon einen Artikel über dieses Buch geschrieben, wenn ihr den lesen wollt, folgt mir hier entlang, bitte.)

„Wer weiß, wofür Manches gut ist..“

Aus dieser Erfahrung heraus wusste ich welche Kriterien mein neues Buch erfüllen sollte:

  • Hardcover (Ich nehme mein BuJo überall mit hin, also sollte es nicht knittern)
  • Lesebändchen (die mag ich einfach, und ich finde es gehört zu einem guten Buch)
  • Gummiband um das Buch geschlossen zu halten, aber auch um zu zeigen, dass dieses Buch privat ist
  • Dicke von 120g/qm haben
  • Dottiert funktioniert für mich besser als kariert blanko geht allerdings gar nicht

Ich habe mir also ein passendes Buch ausgesucht, und weiter ging es.

Ein neuer Anfang

So, das war der Anfang meiner kleinen BuJo-Geschichte. Ich hoffe ihr hattet etwas Freude und Ablenkung beim Lesen.

Eure Jeraph

Back to Keyboard

Meine Lieben da draußen,

Was sind das gerade für Zeiten? Es passiert gerade so viel, allerdings lesen wir darüber auch schon mindestens genauso viel. Daher will ich bei mir bleiben. Bei meinem kleinen Leben, an dem ich immer weiter, unermüdlich, bastel damit es schön zu leben ist. Ich habe schon für mich Erfolge zu verzeichnen, immerhin hat mein Drache schon mal einen schönen Job, bei dem er geschätzt wird, so wie er ist. Er erfährt dort Vertrauen, und zudem lässt sich der Job auch gut machen, denn es ist genau das was der Drache gerne tut. Er hat seine Nische gefunden. Und so gehen meine Gedanken im Kopf spazieren. Und ich frage mich immer wieder: „Wo ist deine Nische?“ „Wo fühlst du dich gut aufgehoben, und kannst dennoch deine Brötchen verdienen?“ Hm. [Eine gefühlte Ewigkeit verstreicht, während meine Hände über der Tastatur verweilen. Ich spüre wie sich die Hände verkrampfen, und erst mit diesen Zeilen wieder lockern. Was mich allerdings kein Stück näher an die Antwort meiner Frage bringt. Trotzdem entspanne ich mich und tippe munter weiter. ]

Nun, so ist das manchmal im Leben, wir verharken, verspannen, verrennen uns, in unseren Gedanken, das wir aufhören zu leben. Wir bleiben in der Position, versuchen uns zu orientieren und damit erstarren wir. Ich mache mir diese psychologischen Automatismen so oft es geht bewusst. Allerdings brauche ich dafür Ruhe. Diese fehlte mir in der Vergangenheit leider immer wieder. Ich merke, dass sich bei mir mal wieder etwas ändern sollte. Da kam mir der Gedanke, dass mein Blog schon ziemlich eingeschlafen ist. Warum? Weil ich leben wollte habe ich in meinen letzten Einträgen geschrieben.. Habe ich denn gelebt? Oder viel mehr das Gefühl gelebt zu haben? – Diesmal kein Verharren über der Tastatur, die Antwort ist leicht.

Nein!

Das kam plötzlich. Dabei stimmt es gar nicht so richtig, denn ich habe natürlich gelebt. Ich habe Zeit mit meinem Drachen und den Katzen verbracht. Ich habe mit lieben Menschen gesprochen, geschrieben, gelacht, mich geärgert, und wieder vertragen. Das alles gehört zum Leben. Also habe ich gelebt. Aber was mein Gefühl mir sagt ist, dass ich nicht zufrieden bin. Ich hatte Zeiten im Leben, da hatten wir kaum die Butter auf dem Brot, aber dennoch war ich glücklich. Mit mir selbst und meinem Leben. Ich wusste, es wird sich irgendwann ändern, das ist einfach nötig, ich kann und will nicht immer von der Hand in den Mund leben, und trotzdem war ich glücklich. Mehr als jetzt, denke ich manchmal. Versteht diesen Absatz bitte nicht falsch, ich weiß, das Vieles davon die Rosarote Retrobrille ist. Es war eine harte Zeit, und wir haben unvergesslich viel Hilfe von Außen gehabt. Doch ich dachte immer, wenn ich an dem Punkt stehe, an dem ich nun angekommen bin, wäre ich zufriedener, und müsste mich nicht mehr einem solchen Stress aussetzen, den ich gerade habe. Der Stresspegel ist der Gleiche geblieben, nur dass ich nun weniger Zeit habe, ihn zu reflektieren und zur Ruhe zurückzukommen. Ich bin nun mal hochsensibel und brauche für einiges länger, das habe ich schon lange akzeptiert, ich gebe mir und meinem Körper auch gern etwas Zeit und Zuwendung, dafür fühlt es sich besser an in ihm zu leben. Diese benötigte Zeit habe ich allerdings gerade nicht. Und obwohl eine Planänderung eingeleitet ist, fühle ich mich mit dieser Aussicht noch nicht sicher. Daher habe ich auch das Beitragsbild ausgewählt. Es steht alles irgendwie Kopf, und was eigentlich eine gemütliche Position werden sollte ist anstrengend und verdreht.

Und weil ich eben in der vergangenen Zeit zu wenig gelebt habe, und damit meine ich beobachten, informieren, lachen, die Zeit vergessen, die Füße baumeln lassen, einen Ausgleich finden, kichern, werde ich wieder vermehrt hier schreiben. Die Zeit wird bald wieder begrenzt sein, doch irgendwo wird sich eine Minute, ein Moment oder ein Augenblick finden. Ich möchte mich wieder mitteilen. Mein Thema wird schaukeln, zwischen persönlichen Texten, wie diesem hier, oder der Gestaltung meines Bullet Journal.

, und mal sehen was ich noch so an schönen und interessanten Themen für euch finde 😉

Jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem verlinkten Artikeln 😉

Eure Jeraph